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Zweiter Band.
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Sorten.

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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.

In einem Lande, wo bei einer ausgedehnten Production die Zeit im Werthund die Arbeitslöhne hoch stehen, ist diese Vorrichtung sehr ungenügend, so inden Vereinigten Staaten. In der That ist der Aufschwung der Baumwollen-erzeugung in diesem Lande (esproducirtübec 1000 Mill. Pfd. jährlich) besonders derErfindung der jetzt in Amerika ausschließlich gebräuchlichen Entkörnungsmaschine(dem sogenannten cotton-gin) durch E. Whitney zuzuschreiben. Die wesent-lichen Theile dieses Apparates, Fig. 174, sind: der gekrümmte Rost rr, die Kreis-sägeblätter S und das Bür-stenrad B mit den Bürstennn. Der Rost besteht auseiner Anzahl eiserner Stäbe,die so eng gestellt sind, daßkein Samenkorn durch dieZwischenraume hindurchgeht,wahrend sich die Sägeblät-ter mit den schiefen Zähnengerade noch frei darin bewe-gen können. Bringt mannun die Baumwolle in den als Rumpf dienenden Raum A , dessen Boden derRost bildet, und drückt sie an, so nehmen die Zahne, indem sie die Körner zu-rücklassen, die entkörnte Wolle mit durch den Rost, unterhalb welchem sie vonden Bürsten aufgenommen und gesammelt wird. Die Kreissägen haben 1 FußDurchmesser und machen wenigstens 100 Umdrehungen in der Minute. Klei-nere durch Arbeiter bewegte Maschinen haben nur etwa 20, größere durch Was-ser oder Dampf getriebene bis zu 80 Sägeblätter. Jene reinigen 370 bis 400,diese bei einer Consumtion von 2 Pserdekrästen gegen 5000 Pfund rohe Baum-wolle täglich.

Die Walzenappacate geben 30 bis 33 Proc., die Sageapparate, welchenebenbei bemerkt etwas zu gewaltsam arbeiten und viele Fasern zerreißen, nur25 bis 27 Proc. entkörnte Baumwolle. — Man braucht die Körner zum Dün-gen, zum Verfüttern, als Verpackungsmittel, wohl aber am VortheilhaftestenOel, und rechnet in Amerika auf 30 Pfund Baumwolle 1 Bushel Körner und1 Pfund Oel.

Die entkörnte Baumwolle wird mittelst einer kräftigen Presse in Ballen stdicht wie möglich verpackt und versendet.

Die gewöhnliche Baumwolle des Handels ist weiß und zwar entweder reinweiß, oder mit einem schwachen Stich in's Röthliche, Gelbliche oder Bläuliche-Indessen giebt es von Natur gefärbte Baumwolle: die bekannteste ist die rost-farbene, besonders in China häufige, sogenannte » Nanki ng« -Baumwolle^weniger bekannt ist eine röchliche Wolle, sogenannte »Coyate« auf denlippinen. Es scheint diese Färbung von einer im Innern der hohlen Fustr u 'gelagerten Substanz herzurühren. — Abgesehen von der Farbe unterscheiden Mdie Baumwollen verschiedenen Ursprungs noch sehr wesentlich in ihrer sonstigBeschaffenheit, hauptsächlich in der Länge der Faser, in der Feinheit, Elastuita /Gleichförmigkeit, Stärke und Weichheit. Faßt man — wie dies bei der g

Fig. 174.