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Zweiter Band.
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648
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648 Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe-

W°n°. kurz, wirr und mißfarbig ist; endlich der Hintere Theil der Keulen. Der Woll-ertrag verschiedener Rassen wird per Stück angenommen bei

Erirag- dem Gemeinen deutschen Höhenschas.2 1 /, — 4 Pfd.

der Bergamaskerrasse (Rielenschaf).6 — 7 »

den Haidescknucken (Hammel). 2 »

dem Marschschaf.5 — 7 »

den Englischen Rassen (Leicester, Treswater, Romney-

Marsch; Hammel).5 — 8 »

der Englischen Rasse Soukh-Down ...... 3 — 3 '4 »

den Merinos.2% — 3 »

durchschnittlich.

Das Wollqewicht eines Vließes ist aus so vielen Faktoren zusammenge-setzt, daß diese Zahlen natürlich nur sehr schwankend fein können; es hangt abvon der Feinbeit. Lange, von dem mehr oder weniger dichten Stand der Haare,so wie von der größeren oder geringeren Reinheit des Vließes. Was die Dickteangeht, so bat man gefunden, daß auf dem Raume von 3 Q.-Linien Ober-fläche oft nur 100, zuweilen aber bis 1000 Haare wachsen.

^in verlangt, daß das Vließ »ausgeglichen--, d. h. in den verschie-M denen Haupkthellcn von möglichst gleichförmiger Be'chaffenheit sei, daß es mög-W°ai,aa,«. ljchss wenig »falsche Haare- — so nennt man die in jedem Vließ vorkorMmenden vereinzelten, schlichten, groben Haare, die keine Farbe annehmen undentweder noch festsitzen und länger, oder kürzer und lose (Stichelhaare)sind — enthalte; daß es nicht futtecig sei, d. h. daß es keine schwer zu be-seitigende Theile von Heu, Stroh, keine Kletten k. enthalte, was um so leichterder Fall ist, je weniger dicht die Haare stehen; endlich daß es möglichst frei von»gelber Wolle-, d. h. von Wolle sei, welche in Folge von mangelhafterPflege der Thiere, durch Urin und Exkremente, schmutzig gelb und sür feine undgefärbte Waare verdorben ist.

Im naturgemäßen Zustande ist die Wolle mit einer eigenthümlichen mehroder weniger zähen, fetten Schmiere, dem »Schweiß« überzogen, der bei derordinären Wolle nur mäßig und schwach, aber bei den feinen Sorten in solcheMenge auftritt, daß diese davon oft wie in Fett getaucht aussteht. Ein nochwichtigeres Unterscheidungsmerkmal sür die Feinheit der Wolle ist die soss»Kräuselung«. .Bei ordinären Wollen ist der Verlauf des einzelnen ^> aaCganz schlicht, so im Allgemeinen bei dem Riedcrungsschaf; dagegen ist d>0Kräuselung dem Höhenschafe eigenthümlich und erreicht ihre höchste Entwichlung bei den veredelten und der Merinorasse. Unter der Kräuselung ist

Fig. 177. etwa das Gelockte, oder eine spiralförmige © lrt '

düng wie in Fig. 177 « zu verstehen, welche dcnOOÜOßÜOOOO,«' Wolle überhaupt fremd ist, — sondern ein a»^ Bogen zusammengesetzter wellenförmiger Verla ^

, z 3 4 5 also nach einer Linie wie Fig. 177 b, deren einze ^

Biegungen ziemlich in einer Ebene liegen,den feinen Wollen kommen (so gezahlt wieFig. 177, b) bis zu 30 und mehr, bei ordinären n