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Zweiter Band.
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Thierische Gespinnstfasern. Die Wolle. 649

10, 12 und weniger auf einen Zoll; die Bögen sind bei gleicher Breite baldflach, dies ist am meisten geschätzt, bald hoch (starke und schwache Kräuselung).Die nachstehende Abbildung, Fig. 178, giebt den Unterschied in der KräuselungFig. 178. zwischen der als Beispiel gewählten

Electcralwolle a und der gemeinenLandwoUe h c d schlagend zu erken-nen. Es ist- jedoch nicht blaß die

Größe der Bogen, sondern auch dieUnregelmäßigkeit, Ungleichheit und derUebergang zur gänzlichen Verfluchungd, was sie auszeichnet. — Einenweiteren, sehr augenfälligen Unterschiedzeigen die verschiedenen Sorten in Be-zug auf die Bildung des Vließes imGanzen, auf die Art des Bestandesoder den »Stapel«. Bei den ordl-D,rnaren Wollen ist der Haarbestand ganzgleichmäßig über das ganze Vließ ver-theilt, bei den edlen Sorten vereinigensich — wohl durch die Kräuselung undden Schweiß — eine Anzahl von etwaje 100 Haaren in einzelne geschlosseneZotten oder Büscheichen, die dann zugrößeren Büscheln vereinigt das VließZotten besonders deutlich von einander getrennt, sosind sie besonders durch zähen Schweiß geschlossen undenartig dicht, so ist die Wolle zwirn!g; hängen die Haare einer Zotte un-gewöhnlich fest, so heißt sie filzig und wird beides als Fehler angesehcn.

Sowie bei der Wolle in Masse, so sind auch die Unterschiede zwischen edelunedel an dem isolirten Haare nachweisbar. Im Allgemeinen ist das

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bilden. Sind diesebeißen sie Strange;fade

Und

'öuar des unedlen Schafs, insbesondere des Niederungsschafs, dicker und längerdas des edlen. Bei dem Höhenschaf erreicht das gestreckt gemessene Haar9 oder 10 Zoll, bleibt meist unter 6 und mißt bei manchen nur 1(4 Zoll.. ie Lange des Haars im gekräuselten Zustand oder die Stapellänge, ist imÄußersten Fall 4 Fünftel bis 4 Neuntel, meist 4 Sechstel bis 4 Siebentel derDer Langenuntecschied giebt einen wichtigen Unterscheidungsgrund bei^ ©ortitung der Wolle für verschiedene Zwecke (Kammwolle, Streichwolle)7~ Der Querschnitt des Wvllhaars ist zwar rund, aber von keiner regel-Figur, sondern meist einseitig gedrückt und mehr oder weniger abge-zuweilen in der Art wie Baumwollenfasern; ferner sind die Haare einer^ derselben Flocke, oder aus demselben Stapel keineswegs von gleicher Dicke,leg unter sich lange nicht so verschieden wie von den Haaren anderer Sor-Messungen sind daher immer etwas mißlich, aber nichtsdestowenigerdvn den Rassen- und Sorten-Unterschied darzulegen. Man hat Haare

Merinowolle beobachtet, deren Dicke nur 4, und Haare gemeiner Wolle,

und' DickeWollhuars.