C50 Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.
Di. W°ll>. deren Dicke 29 Zehntausendstel par. Zoll betrug, so daß von den feinen dritt-halb Tausend, von den groben vierthalb Hundert Dicken nebeneinander auf1 Par. Zoll gehen. Die gewöhnlich vorkommenden Feinheitsgrade liegenzwischen diesen äußersten Werthen. So fand man für die Feinheit nachstehen-der Wollen (in Dicken auf 1 par. Zoll) wie folgt:
Mikroskopie.
Electoralwolle . . .
. 2000 —
877
Negrettiwolle . .
. 1818 —
1042
Böhmische Mestizenwolle
. 1613 —
746
Schottische Tuchwolle
. 1075 —
562
Ungarische Zagelwolle
397 —
1324
Leicester Wolle (Bock)
. 833 —
678
» » »
vom
Blatt . . . . .
. 844 —
678
» » »
»
Hals.
. 1111 —
781
„ >, »
»
Scheitel . . . .
. 1389 -
862
»
Nacken . . . .
. 1041 —
775
,, » »
Rücken.
. 1087 —
740
» » »
»
Bauch.
. 1087 —
699
» » »
»
Fuße.
. 1780 -
752
-> »
->
Schwanzwurzel . .
. 862 -
578
Thibetanische Ziege, feines Flaumhaar . . . .
. 2000 —
1515
» -> grobes Haar.
. 990 —
343
Das normal ausgewachsene Wollhaar, lauft sehr allmalig, indem sich dieQuerfalten mehr und mehr verlieren, zu einer feinen glatten Spitze aus, diesich bei geschorenen Haaren nicht wieder erzeugt. Alle Wollen der zweitenund spateren Schuren sind daher ohne Spitzen und aus Haaren zusammengefetzt, die ihrer ganzen Lange nach so gut als gleiche Dicke besitzen. Wo^mit Haaren, die nach der Spitze zu dicker werden, oder an einigen Stelle»auffallend dick, dann wieder ganz dünn sind, oder mit Haaren, welche stelletweise gekräuselt und stellenweise schlicht sind, — wird als fehlerhaft angesehen-Der Fehler stammt oft von Krankheit, oft aber auch von unregelmäßiger Pi^und Nahrung der Schafe.
Am besten lassen sich diese Unterschiede der Feinheit durch mikroskopische A 'bildungen, wie Fig. 179 (in 320maligerVergrößerung) veranschaulichen; tfl '
Fig. 179.
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