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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe. ,

Kette am wenigsten verunreinigt, aber sie verdirbt so rasch, daß sie nicht vor-rarhig gehalten werden kann. Sie laßt sich in dieser Beziehung verbessern,wenn man ihr etwas Kupfer- oder Zinkvitriol zusetzt; beide Salze, besondersdas erstere, schaden indessen der Leinwand beim Bleichen und Farben, wo sieleicht Flecken verursachen. Vortheilhafter und dem Zweck nach entsprechenderist es daher, der Kleisterschlichte einen Gehalt von Stackegummi zu geben, seies, daß man solches zusetzt, oder daß man den Kleister mit etwas Schwefelsaure g'kocht (vergl. S. 145 d. B.) und die Saure nachher mit Soda abstumpft.Statt gewöhnlicher Starke hat man Kartoffelmehl und isländisches Moos, auchwohl eigentlich schleimige Stoffe, wie Carragaheen-Moos, Brockenmoos undLeinsaamen angewendet. Diese Schlichten, obwohl zweckmäßig, haben jedochwenig Eingang gefunden, weil sie, dem gewöhnlichen Weber wenigstens, nichtgenug zur Hand sind.

LkinkNjeuge. Unter den leinenen Zeugen sind hauptsächlich folgende zu unterscheiden:

1) Glatte: Seegeltuch, Packtuch; die unzähligen Sorten von Leinwand |

zu Leibwäsche und ähnlichen Zwecken; Futterleinen oder Cannevas; Battist, fvon der Leinwand — zu welcher die Battistleinwand den Uebergang bildet /nicht nur durch größere Feinheit, sondern auch durch die größere Lockerheit verschieden- :

2) Geköperte und gemusterte, zerfallen in bloß geköperte oder nur jeinfach gemusterte, die Zwilliche, und in Zeuge von freierer, mannigfaltig^rer Zeichnung des Musters, die Damaste. — Sammtartige Stoffe werden jaus Leinen nicht verfertigt.

Der Hanf liefert selbst bei der sorgfältigsten Zubereitung keine feine, sEdern gröbere, aber feste und haltbare Leinwand.

Die leinenen Zeuge kommen entweder farbig oder ungefärbt in den Ha"* >del und müssen darnach theils im Garn, theils im Zeug gebleicht werdengebleichten Zeuge erhalten, um ihr Ansehen zu verschönern, zuletzt einenannte Appretur.

Spinnen.

Baumwolle.

Beim Flachs erschwert die bedeutende Lange der Fasern, also sein 9 r0 ^ £e *Vorzug, das regelmäßige und gleichförmige Ausziehen zu einem Faden uals Folge davon das Spinnen auf Maschinen. Bei der Baumwolle vereinig ^sich die Feinheit, die zweckmäßige Lange und die spiralfahige Drehung der 6ftr in dem Grade zu einer der Maschinenspinnerei günstigen Beschaffenddaß das Spinnen der Baumwolle auf dem Rade seit Ansang dieses Jahrhderts in Europa gänzlich verdrängt ist. — Die Ballen, wie sie im Hs>n ^vorkommen enthalten die Baumwolle in Folge des Prefsens in dem $ ü } ta $von dichten, festen Klumpen, die noch mehr oder weniger mit Staub, Kor^^und anderen fremden Theilen verunreinigt ist. Der Spinnerei muß ‘nothwendig eine Operation vorausgehen, wodurch die Baumwolle ^ohne^^Faser zu zerreißen in ihren ursprünglichen lockeren Zustand zurückgeführt ^Mit dieser Auflockerung, dem Oeffnen, — welches bei den besten zu • ^feinen Gespinnsten bestimmten Sorten durch Schlagen aus freier Hand,