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Zweiter Band.
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Spinnen und Weben der Baumwolle. 661

Mittelst besonderer Maschinen bewerkstelligt wird — ist zugleich die vollständigeReinigung der Baumwolle verbunden. Die hierher gehörigen Maschinen sindvon verschiedener Einrichtung. Der Wolf bewerkstelligt die Oeffnung durcheinen mit eisernen spitzen Zalmen besetzten Cylinder, der sich mit großer Schnel-ligkeit an einer ebenso ausgerüsteten, feststehenden Flache vorüber bewegt. DerWillow oder Zauseler ist eine ähnliche aber mit stumpfen Stiften verseheneMaschine, die sich etwas langsamer bewegt. Dir Flack- oder Schlagma-schinen sind mit einem Flügelrad zum Schlagen und einem Ventilator ver-sehen; durch den Schlag der Flügel werden die Fasern getrennt und von denftnreiniqkeiten geschieden, die theils durch den Rost fallen, theils von dem Luft-strom mit fortgeführt werden. Die erste Schlagmaschine, insbesondere Putz-Maschjne genannt, hat nur diese Functionen, die zweite oder Watten-Maschine hat außerdem noch die Aufgabe, die soweit gereinigte Baumwollein eine gleiche Schichte — Watte — zu verwandeln und diese Watte aufzu-rollen, die dann Wickel heißt. Die Schlagmaschinen empfangen die Baum-wolle entweder roh aus dem Ballen, oder durch den Wolf oder Willow vorbe-reitet, je nach den Sorten. Eine unerläßliche Bedingung zur Erzeugung einessehlerfreien Fadens, welcher durch das nun folgende Krempeln oder KratzenGenüge geschieht, ist die vollkommenste Entwirrung der Baumwolle in derAn, daß di» Fasern in eine gerade, parallele Lage gebracht werden. Man er-dicht dies, nebst der Beseitigung der etwa noch vorhandenen Unreinigkeiten,durch die Gegenwirkung von Flächen, welche mit feinen hakenförmigen Draht-spitzen dicht (einige Hundert auf dem Quadratzoll) besetzt sind. In der Regelsindet diese Bearbeitung zweimal hinter einander, einmal auf der Vorkratze,^vinal auf der Feinkratze statt; die erstere liefert eine höchst lockere, dünne,Zusammenhangende Watte (Vließ), zuweilen auch in schmälerer Form als Band,^ letztere stets ein Band. Diesen Bändern fehlt es hauptsächlich noch an^iejchfZrmigkeit, d. h. an gleicher Vertheilung der Fasern durch das ganzes^and, welches stellenweise mehr, stellenweise weniger Mäste hat. Um ihnenviest Gleichförmigkeit zu ertheilen, aber auch um den Parallelismus der Fasern^ vervollkommnen, unterwirft man die Bänder dem Strecken und Dupli-C .* n auf ähnlichen Maschinen wie beim Flachsspinnen. Mit der Streckungssvdet eine Verfeinerung oder Verdünnung des Bandes entweder nicht, oder nur’ n sehr untergeordneter Art stakt; sie ist der eigentliche Gegenstand und Zweck^ Vorspinnens auf den Vorspinnmaschinen. Dahin gehören verschiedene Ein-^wngen, die sich hauptsächlich in Bezug auf die beim Verspinnen stets"lv>ache Drehung unterscheiden, die sie dem Vorgefpinnst ertheilen:

^ Die Drehung ist eine bleibende und wird 1) dem Gespinnst gegeben

Urch die Achsendrehung der Blechkannen, worin dasselbe nach der Streckungwird (die Laternenbank oder Flaschenmaschine, fast außer.^^uch gekommen); 2) statt der Kannen durch horizontale Spulen (Spül-maschine); 3) durch vertikale, auf den Spindeln stehende Flügelspulen (dieallgemein und für jeden Grad der Feinheit gebrauchten Spindelbanke);b ' wir Spulen aus einem Spindelwagen (Vorspinn-Mule, selten ze-ucht), fast ganz wie die gleichnamige Maschine zum Feinspinnen.