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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.

Setzt man Schwefelsäurehydrat zu, so bindet diese das Mangan zu schwefel-saurem Oxydul und man erhält sämmtliches Chlor der Salzsäure. — GrittGemenge von Kochsalz mit Schwefelsaure verhält sich ebenso gegen Mangan-überoxyd, da es sich sogleich zu schwefelsaurem Natron und Salzsäure umsetzt,denn S0 3 H 2 0 ober S0 4 H 2 + U 2 Na = S0 4 , Na -(- Cl a Ü 2 , weiche letzterewie im vorhergehenden Fall durch den oxydirenden Einfluß des Manganüber-oxyds zerlegt wird. Der Rückstand enthält in diesem Falle neben dem Man-ganoxydul- auch noch schwefelsaures Natron. Es genügen indessen erfah-rungsmäßig 2 Aequivalenre Schwefelsaure auf 1 Aeq. Kochsalz für eine voll-ständige Zersetzung der Salzsäure nicht; man muß weit mehr (2s/ 2 Acquiv.nach Hesse, ‘3% nach Beringer, nach Döbereiner 4 Aequivalente)Natron anwenden, weil die Schwefelsaure doppelt schwefelsaures Natronbildet, welches Salz zwar auch Chlor entwickelt, aber ungleich schwieriger, d. h.bei höherer Temperatur und erst dann vollständig, wenn es trocken ist. Es istferner gut, die Schwefelsaure etwa mit der Halste, abn nicht mehr, Wasser zuverdünnen, damit sich keine trockene gasförmige Salzsäure entbindet. Entwi-ckelt man das Chlor unmittelbar aus Salzsäure, so nimmt man diese conccn-trirt. Das Gas entbindet sich theilweise von selbst, doch ist es zweckmäßig, dieOperation allmählig durch eine Temperatur von 60 — 70° C. zu unterstützenund gegen Ende noch etwas zu erhöhen.

Das Vermögen, aus der Salzsäure Chlor zu entwickeln, theilen mit dernHyperoxyd auch das Oxyd (Oxydhydral) und das Oryduloxyd des Mangans,d. h. die verschiedenen Oxydationsstufen der in der Natur vorkommenden Man-ganerze oder Braunsteine; nur ist ihre Wirkung in demselben Verhältnißschwächer, als sie weniger disponiblen Sauerstoff enthalten, so daß man fürgleichen Wirkungsgrad entsprechend größere Quantitäten bedarf.

D,r skihii. Unter dem Namen Braunstein werden nämlich verschiedene Oxyde undfl ""' Oxydverdindungen des Mangans bergmännisch gewonnen und in den Handelgebracht. Es gehören dahin folgende mineralogische Species, die mchr oderweniger rein, mehr oder weniger unter einander gemengt, die käuflichen Braun-steinsorten ausmachen.

1) Der Pyrolusit (Weichmanganerz, wahrer Braunstein) im reinen

Zustande Manganüderoxyd — älu 0 2 . Ist in der Regel wohl krystallisirOzerceiblich, abfärbend, giebt ein rein schwarzes Pulver. Mit anderenganerzen bei Ilmenau in Thüringen, bei Gießen u. a. O. Reines We>w^Manganerz sollte in der Hitze kein Wasser, nur Sauerstoff geben und sicklSalzsäure ohne Rückstand auflösen. — Selten kommt der Groroililh, Mauganüberoxydhydrat — Mn0 2 ,H 2 0 oor. .

2) Der Hausmannit, seltener als der Psilomelan, krystallinisch, ^mantarlig glänzend, mit kastanienbraunem Pulver. Das reine Mineral espricht dem Magneteisen und ist Manganoxydul-Oxyd MnO, Mn 2 0 3 .

3) Der Braun it, härter als Feldspalh, nicht abfärbend,

schwarz; krystallinisch, diamantartig glänzend. Im reinen Zustande Bangeoxyd — IVI>i 2 0 3 .

4) Manganit oder Glanzmangan, krystallinisch, stahlgrau bis ei