Das Bleichen.
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Die Bleichmittel.
Die bisjetzt in den Künsten angewendeten Bleichmittel sind sehr mannig- 3m mg»faltiger Natur. Schon in einem früheren Abschnitte ist die Chromsäure(Bd. I. S. 101) und Salpetersäure (Bd.. I. S. 339) erwähnt worden.
Dazu kommen noch: die salpetrige Saure; eine Lösung von Untersalpetersäurein englischer Schwefelsaure; die Mangansaure; Chlor bei Gegenwart vonWasser; chlorige Saure (eine Mischung von Zinnsalz und chlorsaurem Kali),chlorentwickelnde Gemenge (chromsaures Kali, chromsaures Bleioxyd, chlorsau-res Kali mit Salzsäure; die Bleichsalze); Braunstein und Schwefelsäure;atmosphärische Luft unter Mitwirkung von Feuchtigkeit und Sonnenlicht;
Lust durch Oxydation von Phosphor oder durch Elektricität modisicirt (Ozon),
— welche sämmtlich direct oder indirect durch Oxydation wirken. Ferner schwef-lige Säure, welche theils mit den Farbstoffen farblose Verbindungen eingeht,theils dadurch wirkt, daß sie den Lustsauerstoff zum Oxydsten des Farbstoffsdisponirt; endlich Gemenge von rothem Blutlaugensalz mit Aetzkali, die durchReduction entfärben.
Bei der Verarbeitung der Gespinnstfasern kommen zweierlei Falle derAnwendung von Bleichmitteln vor, nämlich die Entfernung einer absichtlichauf die Faser befestigten Farbe, wie beim Kattundruck, und die Beseitigung jener^fälligen, verunreinigenden Färbungen .der rohen Faser, das Bleichen imengeren Sinn, wovon zunächst die Rede ist. Diese Bleiche bedürfen sämmt-liche Gewebe, welche weiß oder gefärbt zu Markte gebracht werden. Für diesen3weck eigenen sich nur einige der obigen Bleichmittel, und zwar: das Sonnen-licht in seiner Zusammenwirkung mit Feuchtigkeit und Luft, das Chlor undH'Ne bleichenden Verbindungen die Bleichsalze, sowie die schweflige Saure, de-Wirkung durch Laugen (ätzende Alkalien) durch Seife, Kalk (Schwefel-calcium), Säuren, Gahrung, sowie durch Waschen und Waschapparate einge-
^tet, unterstützt und vervollständigt wird. .
1) Das Chlor und die Bleichsalze.
Wenn man statt des Chlors selbst eine seiner bleichenden Verbindungen »>«.^wendet, so iekt die Gewinnuna dieser letzteren nichts desto weniger stets die
^)°nkmäßige Darstellung des Chlors voraus. Der das Chlor liefernde Rohstoff^str Fabrikation ist das Kochsalz, oder vielmehr die daraus abgeschiedene
, alz- (Chlorwasserstoff-)säure; als Mittel, das Chlor daraus abzuscheiden,die
5.
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? sl ‘i«nge färbt sich jedoch die Mischung dunkelbraun, verliert aber diese Fär-ütl 9 nach und nach mit der Entwickelung des Chlors, beides in Folge einer^rübergxh^tz^ Bildung von Manganchlorid (Mn Cl 4 ); denn 2 Cl 2 1I 2 und
--wäre vom tdhlor, da die andere halste an Äicangan gesunden bleibt.