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Zweiter Band.
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734
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Brasilien

holz.

Lappan.

St. 2)öarrha.Brasilien.

B a x nj o o b.

734 Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.

-nere Theil des Stammes liefert das Farbholz, welches theils geraspelt, theils inKloben im Handel vorkommt, specifisch schwerer wie Wasser, hart, dicht undtrocken, frisch wenig gefärbt, nach längerem Liegen an der Luft roth ist und einensüßen Geschmack und Geruch hat. Es unterscheidet sich vom Blauholz durchdie lichtere Farbe und dadurch, daß ein wässeriger Aufguß durch Zinnsalz, Kalk-und Barytwasser, sowie essigsaures Blei roth, ein solcher von Blauholz blau ge-fallt wird. Auch zeichnet sich das Rothholz durch einen sehr hervortretendenGehalt an Garbstoff aus, der bei der Anwendung eine störende Unreinheit oderTrübung der Farbe verursacht. Man soll diese Verunreinigung indessen durchZusatz von etwas Milch zu der Farbbrühe beseitigen können, deren Kasestoff da-mit eine unlösliche Verbindung bildet. — Der Farbstoff des Blauholzes wirdvon Alkohol und Aether, aber auch ziemlich leicht von Wasser ausgezogen. DieAuszüge letzterer Art überziehen sich an der Lust mit einer irisirenden Haut,welche beim Abdampfen zunimmt. Der Erfahrung zufolge ist für gewisseZwecke eine solche veränderte Abkochung, für andere Zwecke eine frische vorzu-ziehen. Ehcvreul hat den Farbstoff des Rothholzes, den er Brasil innennt, dargestellt, aber nicht völlig rein erhalten. Das Brasilin zeigte in diesemZustande viele Aehnlichkeit mit dem Hamatoxylin, insbesondere in seinem Ver-halten gegen Schwefelwasserstoff, gegen die Alkalien und gegen die lackbildendeNSalzbasen. Es scheint, daß auch hier eine farblose Substanz zu Grunde liegk,die erst in ihren Umänderungsproducten zum eigentlichen Farbstoff wird; eineso große Anziehung zum Sauerstoff, wie bei Blauholz, ist indessen nicht vor-handen. Bei der Dürftigkeit unserer Kenntnisse laßt sich übrigens nichtsstimmteres über die Beziehung beider angeben. —> Die übrigen Sorten $ ta>silienholz verhalten sich ähnlich, sind aber noch weit weniger untersucht; es fi^nach abnehmender Qualität geordnet:

das Sappanholz, Sapan-, auch wohl Japanholz genannt, von Cae-salpinia sappan, einem auf Siam, Pegu, Eoromandel einheimische», «beraubin Westindien cultivirten Baum. Das Sappanholz unterscheidet sich von deMFernambuk besonders durch den weit geringeren Gehalt an Farbstoff.unterscheidet das siamesische als das beste, das Lima-, das chinesische, daSappanholz von den Philippinen und das Padangsholz als die geringste Abart-das Nicaragua-, St. Marlha- oder Psirsichholz, bei den Holländern Srosischholz genannch von Caesalpinia echinata;

das Brastliettholz oder Jamaica- Rothholz, wovon das Bahamaholz eM^Abart ist, von Caesalpinia brasiliensis, nach Anderen von C. vesicaria,geringste Sorte. „

Das Brasilienholz dient zu Earmoisin und Roth, liefert aber keine seiFarben. Die Farbe desselben laßt sich auch, wie türkisch Roth, mit Del ebefestigen. .

Gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts wurde von den ^ ortU j!! j. r f,ein rothes Farbholz unter dem Namen Pao-Gaban von Afrika eingesu^^welches jetzt in Großbritannien viel Anwendung findet; man nennt e ^ hnach dem in Sierra Leone gebräuchlichen Namen »Kambe«, Camwoo ,Eamholz. Nach Afze lius soll es einer von ihm entdeckten Leguminose,