Carotin. Alkannaroth.
1443
Gegenwart von Hydroearotin oder fettem Oel. Amorphes Carotinlöst sich in Weingeist. Schwer löslich in Aether und Chloroform,leicht löslich in Benzol, fettem und flüchtigem Oel.
Chlorlern C 36 C1 4 H 20 .
(Juadrichlorcarotin.
C 36 01 4 H 20 0' ! = C 36 Cl 4 H 20 ,O 2 ?
lli'SEMASN. Dissertation über Carotin ectr. Gott. 1860.
Carolin nimmt bei anhaltendem Ueberleiten von trocknem Chlor-gas um 55,86 Proc. an Gewicht zu (4 At. Cl = 54 Proc.), wird weiss-jrclb und fast ganz löslich in Weingeist. Aus der weingeistigenLösung fällt Wasser Quadrichlorcarotin als woisses Pulver mit37,06 Proc. Chlor (Kechn. = 36,04 CI), welches bei 100° dunkelrothwird, erweicht und bei 120° schmilzt. Es löst sich leicht in Schwe-felkohlenstoff, Aether und Fune.
Slanvmkern C 36 H 26 ; Sauerstoff kern C 36 H 20 O 6 .
Alkannaroth.
?C 36 H 20 O 8 = C 36 H 20 O 6 ,O 2 .
I’et.ietier. J. Phys. 79, 278; Bull. Pharm. 6, 445. — Arw. Chim. Phys. 51, I0I;
ScAtr. 07, 87; Ann. Pharm. 0, 27.
John. Chan. Schriften 4, 81-
Bollky u. Wydler* Ann. Pharm. 62, 141.
Acide anckusique, Pelletier; Pseudalhannin , John. Anchusin. — P reissersAngaben wurden von Bolley (Ann. Pharm. 62, 133} widerlegt. ■— Der Farb-stoff der Wurzel von Anchusa tinctoria (VIH, 58).
Darstellung. 1. Man erschöpft die zerschnittene Wurzel im Ver-drängungsapparate mit kaltem Wasser, welches braune und kratzendeStoffe aufnimmt, trocknet die Wurzeln wieder und erschöpft siemit Weingeist. Die weingeistigen Auszüge werden nach Zusatz voneinigen Tropfen Salzsäure, welche die Umwandlung des Roths inAlkannagrim bindert, destillirt, dann im Wasserhade verdampft, biseine dickliche trübe Brühe bleibt, aus der sich der Farbstoff schongrnsstentheils ausgeschieden hat. Diese schüttelt man mit Aether,welcher sich dunkelroth färbt, und mit Wasser, entfernt die wässrigeSchicht und ersetzt sie wiederholt durch frisches Wasser, bis dieätherische Schicht sich vermindert hat und dickflüssig geworden ist.Durch Verdunsten des Acthers wird das Alkannaroth gewonnen.liou.KY u. W'ydi.ku. — 2. Man erschöpft grob gestossene Alhannaw.ur/.elnmit Schwefelkohlenstoff, destillirt uns dem Auszüge den Schwefelkohlenstoff lastganz ab, entfernt ihn völlig durch Einsetzen des Rückstandes in heisses Wasseröh< 1 behandelt mit kaltem Wasser, das 2 Proc. Aetznntron hält. Die schon in-digbhiuc Lösung wird filtrirt und mit wenig 1 überschüssiger Salzsaure g-efallt,wo sie Alkannaroth als rothbrauneii Niederschlag abscheidet. Diesen wäscht man«nt Wasser, sammelt, presst und trocknet, wo eine zum purpurrothen Pulverzerreihliehe blasse erhalten wird, die Fett sehr stark färbt. Lkpaqe (Pofyt.