Herrn Sebaſtian leCleres. VII
torii auf der Straſſe St. Honoré hatte aufrichten laſ-ſen. Herr Le Brun, welcher die Einrichtung derſelbenangegeben und beſorget hatte, war uͤber dieſes unver-gleichliche Stuck ſo vergnuͤgt, daß er das Kupfer undden Künſtler zu gleicher Zeit der Academie vorzeigte.Herr Le Clerc ward mit einmuͤthigen Stimmen als Ku—pferſtecher zum Mittglied aufgenommen, und man mach—te ihn über dieſes noch zum Lehrer der Geometrie undder Perſpectiv, mit einem jahrlichen Gehalte von drey—hundert Pfunden. Die Trauerbuͤhne, welche er geſto—chen hatte, war zugleich das Probekupfer bey ſeiner Aufnahme in die Academie, und blieb auch, nach eingeführ—ter Gewohnheit, in derſelben, in welcher er dreyßigJahre lang mit gluͤcklichem Erfolge die Perfpectiv undGeometrie lehrte.
Im Jahr 1673. verheurathete ſich Herr Le Clercmit einer Tochter des Herrn Vandenkerchovs, koͤnigli-chen Scharlachfaͤrbers in der königlichen Scharlachfaͤrbe-rey und Tapetenmanufactur, mit welcher er ſechs Soͤhneund vier Toͤchter erzeugte. Der aͤlteſte Sohn ward einMaler, und lehrt dermalen die Perſpectiv in der koͤnig-lichen Academie, von welcher er eines der beruͤhmteſtenMittglieder iſt. Kurz nach ſeiner Heurath gab er dasGehalt von achtzehn hundert Pfunden, das ihm derKönig gab, auf, weil er mehr zu verdienen glaubte,wenn er fuͤr jedermann arbeitete, und er auch denenwillfahren wollte, die ihm um Werke von ihm anlagen.Man ließ ihm aber doch noch immer eine kleine Beſol—-dung von hundert Pfunden jaͤhrlich wegen der Gebaͤude,und kurz darauf gab man ihm noch eine andre von drey-hunderten.* Im