1 Auszug aus dem Leben
auch dem Rathe dieſes groſſen Malers, der ſich ſeinerin Anſehung ſeiner Vefoͤrderung ungemein annahm, undihm Gelegenheit, ſich zu zeigen, verſchaffte.
um dieſe Zeit brachte er ſeine kleine practiſche Geo-metrie zu Stande, mit welcher er ſchon zu Ketz weitgekommen war. Sie verließ zu Paris 1668. die Preſſe,mit 82 Kupferplatten gezieret, welche wegen der Mengeund Verſchiedeuheit der Figuren ungemein aumuthig wa-ren. Da dieſe Ausgabe wegen der Kenner und Neugieri—gen gar bald vergriffen war; ſo ward 1682. eine neueAusgabe davon beſorget. Dieſes Werk hatte ubrigensalles erwünſchte Gluͤck; man nahm es uberall mit Bey-fall auf. Sein Ruhm breitete ſich ſogar bis nach Hofeaus, und Herr Colbert, der Beförderer der freyen Kuͤn—ſte, der ihn gerne in Paris auf immer behalten wollte,ließ ihm in ber Scharlachfaͤrberey und Tapetenmanufa-ctur eine Wohnung anweiſen, und gab ihm eine Beſol—dung von ſechshundert Thalern, um ihn in königlichenDieaſten zu erhalten, und zu verbinden, fuͤr niemandandern als fuͤr den Koͤnig zu arbeiten. Auf dieſes groſ—ſen Meiuiſters Veranlaſſung gab er auch dem Herrn vonBlainville, der die Anwartſchafft auf das Oberaufſeher-ammt uͤber die Gebaͤude bekommen hatte, in den mathe—matiſchen Wiſſenſchafften und im Zeichnen Unterricht.
Da die Achtung, welche man gegen ihn hatte, vonTag zu Tage gröſſer wurde; ſo erwaͤhlte man ihn imJahr 1672. die Abbildung der Trauerbühne zu zeichnenund in Nupfer zu ſtechen, welche die koͤnigliche Maler—academie Sr. Exrellenz, dem Herrn Kanzler Seguierzu Ehren, in der Kirche der ehrwuͤrdigen Vaͤter des Ora-torfi