Herrn Sebaſtian le Cleres. 1x
niglichen Cabinets, nebſt einem jahrlichen Gehalte vonvierhundert franzoͤſiſchen Pfunden. Einige Zeit daraufaber ward er zu einem der vier Profeſſoren ernannt, wel—-che den koͤniglichen Tapetenfabricanten die Muſter ma-chen..
Im Jahr 1698. gab er ſein ſchoͤnes Kupfer von derAcademie der Kuͤnſte und Wiſſenſchafften heraus,welches ein Meiſterſtuck iſt, ſowohl wegen der über—aus fruchtbaren Zuſammenſetzung, als auch wegender Austheilung der Stellungen der Bilder, und derHaltung. Einige Zeit hernach verfertigte er den Ein—zug Alexanders in Babylon, in eben der Groͤſſe, alsjenes, deſſen Kamerad es ſeyn ſollte. Es giebt auchdemſelben weder an der Erfindung, noch an der Mengeund Verſchiedenheit der Sachen im geringſten etwas nach.Die wunderſame Speiſung der fuͤnftauſend Mann,das Stuͤck vom Eſaia, die Thaten des Roͤniges, unddie Kupfer zur Geſchichte des Herzogs von Lothrin-gen, ſind Stucke, die ihm viel Ehre gemacht, und Ge—legenheit gegeben haben, ſeine Leichtigkeit im Erfinden,und die Fruchtbarkeit ſeines Witzes durch die verſchied-nen Manieren zu zeigen, mit welchen er alle dieſe Stuckeausgefuͤhret hat.
Im 1706. Jahre ließ er ſein neues Syſtem von derWelt, der heiligen Schrift gemaͤß, drucken. Ineben dieſem Jahre machte ihn der Cardinal Gualterio,paͤbſtlicher Nuntius in Frankreich, der viel von ihm hielt,zum roͤmiſchen Ritter. 1710. muſte er das Kupferſtechenaufgeben, weil ſein Geſicht uͤberaus mitgenommen wor—den war; als ſich aber daſſelbe nach und nach wiederum
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