Band 
Erster Theil.
Seite
XII
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XII

Vorrede.

Handbuche z. B.) so vollständig, als cr es nur immer braucht,findet.

In dem vorliegenden ersten Theile suche ich über die Entwicklungder Chemie in der Darstellung der Richtungen und über diese in derSchilderung der vorzüglichsten Repräsentanten zu berichten. Ichhabe diese Schilderungen ziemlich weitläufig mitgetheilt, weil ausder genaueren Kenntniß aller Arbeiten Eines ausgezeichneten Chemi-kers sich eher eine Vorstellung über seine Zeit ergiebt, als aus un-vollständigen Angaben über viele. Ich habe biographische Nachrich-ten in größerer Ausdehnung hinzugefügt, als dies vielleicht Man-chem nöthig erscheint. Allein eine deutliche Einsicht in den Zustandder Chemie zu einer bestimmten Zeit ergiebt sich nur dann, wennman genau weiß, in wessen Händen sich damals die Wissenschaftbefand, welche Vorbildung dazu gehörte, mit Erfolg an ihrer Aus-bildung zu arbeiten, welche äußere Stellung, um für ihre Verbrei-tung thätig zu sein. Auch für die neueste Zeit diese Mittheilungenzu geben, bestimmte mich vorzüglich die Ansicht, daß ohne strengesFesthalten, selbst in Bezug aus die Aeußerlichkeiten der Darstellung,an dem einmal erfaßten Plane, man sich zu leicht schädlicher Un-gleichmäßigkeit hingiebt, zu welcher man sich ohnehin bei der Be-sprechung so verschiedenartiger Gegenstände leicht versucht fühlt.

Für die im ersten Theile nicht besprochenen Chemiker gebe ich,so weit es mir möglich ist, in den folgenden Theilen anmerkungs-weise biographische Nachrichten, die indeß nicht leicht ganz vollständigsein können. Ebenso fehlt für diese eine Zusammenstellung ihrerLeistungen, die indeß mit Hülfe des Registers leicht zu übersehensind. Es macht sich diese Unvollkommenheit, welcher ich nicht ent-> gehen konnte, am unangenehmsten fühlbar für die Gegenwart, derenSchilderung ohnehin unvollständig genug ausfällt, und wo ich, wollteich nicht zu weitläufig werden, unmöglich alle die schon im erstenBande besprechen konnte, deren Leistungen es eigentlich erfordern.Bei der Schwierigkeit einer solchen Darstellung glaube ich billigerNachsicht gewiß sein zu dürfen.

Ich habe in diesem Werke natürlich viele Hülfsmittel, nichtausschließlich Quellen, benutzt, ich habe sogar einige der letzteren nichtselbst einsehen können; doch aber glaube ich genug darin gearbeitetzu haben, um meine Vorstellung über die verschiedenen Zeitalterauf selbstständiges Studium begründet halten zu dürfen. Ich habe