Band 
Erster Theil.
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Allgemeine Geschichte der Chemie.

u,b,rgm,jumf>>l- der Physik Anlaß bot, in gleichem Sinne bebaut zu werden, so werden auchdie durch die Alchemie, durch die Jatcochemie veranlaßten chemischen Wahr-nehmungen die Anhaltspunkte eines höhern Strebens. Erkannt war schonum die Mitte des 17. Jahrhunderts der einzige richtige Weg, auf welchemin Erfahrungswissenschaften Auffindung der Wahrheit zu erreichen ist; aus-gesprochen war er durch den unsterblichen Franz Bacon von Verulam(geb. 1561 zu London, Großkanzler von England 1619, gest. 1626). Rich-tige Würdigung der Erfahrung wurde durch diesen Gelehrten hauptsächlichhervorgehoben; er zeigte, wie Beobachtungen und Versuche festem Grund zueinem wissenschaftlichem Gebäude abgeben, als bloße Schlüsse aus allgemeinenPrincipien. Er hauptsächlich trug zu der Verbreitung der Wahrheit bei, daß inallen Erfahrungswissenschaften Erkenntniß der richtigen Ansicht nur durch fort-gesetzte Generalisirung möglich ist, die von den sorgfältigst constatirten Ein-zelnheiten ausgehend keinen Schritt vorwärts thun darf, ohne die Sicher-heit ihres Gangs durch zahlreiche Ecfahrungsgründe nachweisen zu können;daß nur auf diese Art allgemeine Gesetze gefunden werden können, derenWahrheit sich daran erprobt, daß sie wieder umgekehrt die kleinsten Einzeln-heiten jeder richtigen Beobachtung in sich fassen.

Auf die Chemie diese Betrachtungsweise anzuwenden, versuchte manerst etwas spater, als für die verwandten physikalischen Wissenschaften,und längere Zeit noch wurde das richtige Princip in der Auffassung undDeutung der chemischen Thatsachen durch starres Festhalten einmal vorge-faßter Ansichten entstellt. Aber doch hatte sich schon um die Mitte des 17.Jahrhunderts eine Summe von chemischen Kenntnissen angesammelt, welcheeiner selbststandigen Zusammenfassung fähig war und dazu aufforderte. Uebereinzelne Körperklassen namentlich waren viele Thatsachen festgestellt, welcheeiner Erklärung harrten. Vieles war bereits über die Metalle bekannt; diedrei hauptsächlichsten Mineralsäuren waren entdeckt und viele ihrer Verbin-dungen mit den Alkalien zu Salzen. Die Frage über die Elemente der Kör-per war zweifelhafter als je, und drängte zur Entscheidung um so mehr, jegeflissentlicher sie von den letzten Jatrochemikern im Allgemeinen bei Seite ge-schoben und mit der über die wirksamen näheren Bestandtheile vertauschtworden war. Ueber die Einwirkung des Feuers auf verbrennliche Materienim Allgemeinen, auf organische Stoffe und namentlich die Metalle, lagenBeobachtungen vor, zahlreich genug, um zu weiterer Untersuchung und Zu-sammenfassung der analogen Erscheinungen in Einer Erklärung zu ver-