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Leben.
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Allgemeine Geschichte der Chemie.
Er legte dieses und alle seine anderen Aemter, mit Ausnahme seiner Pro-fessur an der polytechnischen Schule, 1797 nieder; das Dircctoriat derletztem Anstalt versah er 1798 und 1799 an der Stelle Monge's, solange dieser mit Napoleon in Aegypten war. Im Jahre 1799 wurdeer zum Gencraladministrator der Münze, 1800 zum Director der polytech-nischen Schule ernannt; diesen Ehrenbezeugungen fügte Napoleon noch1811 die Ernennung zum Baron hinzu. In dem letztem Jahre wurde ihmauch die Verpflichtung, Vorlesungen an der polytechnischen Schule zu halten,erlassen, und frei von allen Geschäften lebte er noch bis 1816, wo er zuAnfang dieses Jahres nach kurzem Unwohlsein starb.
Von den zahlreichen Arbeiten Guyton's haben nur wenige einen sonachhaltigen Einfluß aus die Wissenschaft gehabt, daß ihre genauere Be-sprechung hier nöthig wäre; alle waren zur Zeit ihrer Bekanntmachung aus-gezeichnete Hülfsmittel zur Förderung der Chemie, sowohl diejenigen, wo erdie Resultate seiner eigenen Untersuchungen bekannt machte, als auch dieLehrbücher und übersichtlichen Schriften über einzelne chemische Gegenstände,wo er die Ansichten Anderer mit den Ergebnissen seiner eigenen Forschungen invieler Klarheit und ausgezeichneter Vollständigkeit zusammenzustellen wußte.Ich werde die hierher bezüglichen Angaben unten bei Besprechung seinerliterarischen Leistungen mittheilen; seine Experimentaluntersuchungen hieralle anzuführen, wäre ermüdend, da keine derselben einen großen Fortschrittder Chemie hervorrief, wenn sie auch alle vermehrte Kenntniß einzelnerGegenstände zur Folge hatten. Dahin gehören seine Untersuchungen vonGesundbrunnen; seine zahlreichen Mincralanalysen, von welchen ich hiernur die des Schwerspaths hervorhebe, aus welchem er die Baryterde aufdie noch jetzt gebräuchliche Weise ausscheiden lehrte, für welche Substanz erauch den seither angenommenen Namen (er schlug zuerst vor, sie Karate zunennen) einführte, u. a. Seiner Bemühungen, die Chemie auf die Technikanzuwenden, habe ich bereits gedacht; in dieser Beziehung erwähne ich hiernoch seiner Arbeiten über den Unterschied zwischen Stabeisen und Stahl,welchen er richtig bestimmte. Diese Anwendung der Scheidekunst beschäftigteihn auch noch in seinen späteren Lebensjahren; noch 1810 trug er derAkademie über Glasbereitung und Färbekunst vieles vor. Auch seineVersuche über den Mörtel zum Baue unter Wasser verdienen in dieserHinsicht Erwähnung.
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