Band 
Erster Theil.
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V.) Zeitalter der quantitative» Untersuchungen.

Einzelne Theile der. theoretischen Ehemie verdanken Guyton Vieles; s>»y,°ndkso die Lehre von den Sauren, über welche er eine ausgezeichnete Abhandlung e>>,'mqch°'i,qiu->veröffentlichte; die Lehre von der Affinität, wo er hauptsächlich auf dengroßen Einfluß aufmerksam machte, welchen die Verschiedenheit der Tem-peratur auf den Erfolg der Zersetzung durch Wahlverwandtschaft ausübt,und wo er zeigte, daß die Lemperaturdifferenzen nicht so bedeutend zu seintauchen, als man es vorher stets glaubte, um schon ganz entgegengesetzte3ersehungsrcsultate zu veranlassen. — Um eine deutliche Erklärung für dieErscheinungen der einfachen und doppelten Wahlverwandtschaft zu geben,versuchte er, die Größe der Affinität zwischen jeder Säure und jeder Basisdurch eine Zahl auszudrücken; in der speciellen Geschichte der Lehre von derVerwandtschaft werde ich seine Ansichten mehr in ihren Einzelheiten angeben.

Diejenigen Leistungen Guyton's, welche vorzugsweise ihn hier unter <;>,<»,ach, R°m,nden Repräsentanten der Ehemie anführen lassen, sind feine Bemühungen fürdie Einführung einer rationellen Nomenclatur in unsere Wissenschaft. Ich^erde später diesem Gegenstand, der chemischen Nomenclatur in den ver-schiedenen Zeiten, eine eigene Betrachtung widmen; zur Würdigung von^uyton's Verdiensten darum und des Einflusses, welchen er dadurchauf die Ehemie ausübte, reichen wenige Angaben hin. Im Allgemeinen>var bis zu seiner Zeit die Benennung der chemischen Substanzen, der BegriffeÜberhaupt, welche in der Ehemie vorkommen, in keiner Weise nach br-ummten Grundsätzen geregelt; an den oft widersinnigen Benennungen derfrüheren Chemiker, welche auf entfernte Ähnlichkeiten mit schon benanntenNaturkörpern, oft auf irrige Ansichten über die Wirksamkeit, auf das Er-scheinen eines einzigen äußern Merkmals gerichtet waren — hingen dieMeisten mit unverbrüchlicher Achtung fest; die Benennung eines neu ent-deckten Stoffs blieb dem Geschmack und der Laune des Entdeckers vor-dehalten; mit Ausnahme weniger Stoffe bot kein Name dem Verständerinen Anhaltspunkt, um aus ihm die chemischen Verhältnisse sogleich er-Ernnen zu lassen; Neuerungen, welche eben so principlos vorgeschlagen undvon Einigen in Anwendung gebracht wurden, dienten bis dahin nur dazu,die Verwirrung in der chemischen Nomenclatur noch zu vermehren, die Last,vwniit das Gedächtniß des Chemikers durch eine Unzahl der an sich be-deutungslosesten Namen belastet war, durch Einführung einer Menge vonsynonymen zu erschweren, die alle gleich wenig bezeichnend waren, die allevft zu Zweideutigkeiten Anlaß boten und deren Gebrauch nur durch eine,

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