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V-) Zeitalter der quantitativen Untersuchungen.
Ein wegen des Antheils, den er an der Gcltendmachung der Lavoisier'-schen Ansichten und an der Verallgemeinerung des chemischen Studiumsüberhaupt hat, gebührt ihm hier eine ausgedehntere Besprechung.
Antoine Fcangois de Fourcroy war zu Paris 1755 geboren.Er gehörte einer edlen, aber mit der Zeit in Dürftigkeit gesunkenen FamilieE in der drückendsten Armuth wuchs er aus, und in seiner frühesten Ju-SMd schon war er auf sich selbst angewiesen, um die nothwendigsten MittelLebensunterhalte sich zu erringen. Er begann das Studium der Me-dicin trotz aller Schwierigkeiten, welche ihm der Mangel an Geldmittelnentgegenstellte, und dazu gesellten sich noch außerdem andere widrige Ver-hältnisse, welche ihm jedes Weiterkommen erschwerten. Fourcroy warder Begünstigte eines höhern Angestellten, der mit der medicinischen Facul-tät zu Paris in Zwistigkeiten gerathen war; der Zorn der Professoren wandtesich gegen den Schützling, da er den Gönner desselben nicht erreichen konnte.Ein Stipendium, die Verabreichung der nöthigen Summe, um den Doc-torsgrad sich erwerben zu können, auf welches Fourcroy ebensowohl durchseine Talente und Kenntnisse, als durch seine dürftige Lage die gerechtestenAnsprüche hatte, wurde ihm aus diesem Grunde verweigert; es bedurfte derMildthätigkeit mehrerer Freunde der Wissenschaft, welche sich zu seinerUnterstützung vereinigten, um ihn in den Stand zu setzen, Doctor der Me-dicin zu werden. Als er dieses Ziel endlich erreicht hatte, begann er sichauch mit anderen Zweigen der Wissenschaft, als gerade nur mit der aus-übenden Heilkunde, zu beschäftigen. Seine ersten Arbeiten waren meist ana-tomischen und naturhistorischen Inhalts; sie verschafften ihm 1785 die Auf-nahme in die Akademie. Schon etwas vor dieser Zeit war er mit einemEhcmiker bekannt geworden, der wenig durch eigene Arbeiten bekannt ist,aber damals zu Paris im Rufe eines vorzüglichen Lehrers stand, mit Buc-guet, dem Professor der Chemie an der medicinischen Schule. Fourcroybenutzte diese Bekanntschaft, um sich in der Chemie auszubilden, und erwarbsich bald umfassende Kenntnisse; er vertrat Bucquet's Stelle in Verhin-derungsfällen des Letztem, und hatte hier Gelegenheit, sein glänzendes Ta-lent im Vortrage zu zeigen. Als 1784 durch Macquer's Tod die Pro-fessur der Chemie an dem -larcHn äes z>Isntes erledigt war, bewarb sichFourcroy darum, und das Ansehen, welches er sich bereits durch seinebisherigen Vortrage erworben hatte, ließ ihm diese Stelle zu Theil werden,obgleich sein Mitbewerber, Berthollet, ihm weit an Verdienst als aus-
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