Band 
Erster Theil.
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Allgemeine Geschichte der Chemie.

Guyi-nd- vijon erschienen 1777 und 1778: als Mitarbeiter werden zwei DijonerEchrifiin. Gelehrten, Maret und Durande genannt, Guyton indeß hat dasVerdienst der eigentlichen Abfassung. Eine deutsche Uebersetzung wurde gleichnach dem Erscheinen dieses Werks, 1780, veröffentlicht. Der chemischeTheil der Encyclopedie metl,odigue, wovon Guyton den großem Theilausarbeitete, erschien von 1786 an unter dem besondern Titel Encyclopedieine'tlwdigue de Eln'mie. Im Anfang dieser Schrift bewies sich MorveaUimmer noch als Vertheidiger der Phlogistonkheorie, die Fortsetzung indeßzeigte bald seinen Uebertritt zu Lav visier's Ansicht. Die Artikel acide«und Mnite, welche besonders die Aufmerksamkeit der Chemiker auf sich zo-gen, wurden bald als selbststandige Abhandlungen in das Deutsche über-tragen. In Gemeinschaft mit Lavoisier, Berthollet und Fourcroypublicirte er 1787: i>Ictl>ode de nomenclsture elnmigue, die durch einedeutsche Uebersetzung (1793) auch bald in Deutschland bekannt wurde. Au-ßerdem ist noch seine Dcscilptinn complete de procedes da desinfectiouzu nennen, welche von 1801 an öfters aufgelegt und 1802 auch in's Deut-sche übersetzt wurde. Auch hatte er Theil an der Widerlegung mehrerer,die Vertheidigung der phlogistischen Theorie bezweckender, Schriften, zu welchener in Gemeinschaft mit mehreren Anderen kritische Anmerkungen schrieb;genauere Angaben darüber würden hier zu weit führen. — Für die chemischeLiteratur erwarb sich Guyton noch dadurch Verdienste, daß er die Werke aus-ländischer Chemiker zur Kenntniß der französischen zu bringen suchte; so über-setzte er Bergman's Schriften, und veranlaßte dieUebertragung derWcrkevon Scheele (welche von Guyton's Gemahlin ausgeführt wurde), Blackund Anderen.

Wahrend Guyton de Morveau durch die Aufstellung einer ratio-nellen Nomenclatur die Erklärung des chemischen Processes nach den neuenrichtigeren Ansichten erleichterte, machte sich in Frankreich noch ein Gelehr-ter als Anhänger Lavoisier's bemerkbar, der weniger durch eigene großeEntdeckungen, als vielmehr durch ungemeine Lehrgabe und einflußreicheStellung an den besuchtesten Unterrichtsanstalten von Frankreich, ebensoauch als Schriftsteller, die von ihm angenommene Theorie mit vielem Er-

x°ur-r«y. folg zu verbreiten wußte. Fourcroy zählt, der Wichtigkeit einiger ihmzukommenden Entdeckungen ungeachtet, eigentlich nicht zu den Chemi-kern, welche die Wissenschaft selbst in bedeutendcrm Grade gefördert haben,