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V.) Zeitalter der quantitativen Untersilchunge--
s» War doch ihr Einfluß aus die Gestaltung unserer Wissenschaft nicht allge-wein, nicht durchgreifend genug, daß für diese Männer hier eine ausgedehn-te Besprechung nöthig wäre. Für Einen deutschen Chemiker jenerbest, für Klaproth, ist es jedoch unbestritten, daß er unter den ersten Be-förderern der Chemie zahlt, und eine speciellere Darlegung seiner Arbeitenwird ergeben, wie großen Antheil er an der Entwicklung dieser Wissenschaftund namentlich an der Ausbildung und Anwendung der quantitativen Untec-fuchungsweise hat.
Martin Heinrich Klaproth war 1743 zu Wernigerodc amHarz geboren. Der Unterricht, welcher ihm zu Theil wurde, trug nur wenigin der wissenschaftlichen Ausbildung bei, die er sich später zu eigen machte;nlle seine Kenntnisse, die er sich bis zu seinem sechzehnten Jahre erwerbenkonnte, beschrankten sich auf die, welche in der Stadtschule zu Wernigcrodegelehrt wurden. In diesem Alter bestimmte sich Klaproth dem Apothe-kerstande ; er brachte nun sieben Jahre, theils als Lehrling, theils als Ge-hülfe, in einer Apotheke zu Quedlinburg zu, wo ihm indeß gleichfalls nurfehr wenig Gelegenheit geboten war, sich weiter als in den mechanischenHandfertigkeiten seiner Kunst auszubilden. Glücklicher in dieser BeziehungWar er in Hannover, wo er von 1760 bis 1768 als Gehülfe sich aufhielt,indem er hier zuerst mit besseren Lehrbüchern der Chemie bekannt wurde, dieseinen Sinn für wissenschaftliches Studium weckten. Zu seiner WesternAusbildung wünschte er nach Berlin zu gehen, wo damals die ausgezeich-netsten der deutschen Chemiker, Pott und Marggraf, wirkten. Er hatte1768 Gelegenheit, in einer Apotheke dieser Stadt als Gehülfe einzutreten,Und bemühte sich nun, so viel in seinen Kräften stand, ebensowohl seine, bis da-hin ziemlich vernachlässigte, allgemeinere gelehrte Bildung nachzuholen, alsn»ch in der Chemie sich gründlichere Kenntnisse zu erwerben. Im Herbste1770 verließ er Berlin, um eine ihm angebotene Stelle in Danzig anzu-weten, allein schon im Frühling des folgenden Jahres kehrte er nach Ber-lin zurück, und wurde Gehülfe in der Apotheke von Valentin Rose,ttnem Chemiker, der damals durch umfassende Kenntnisse in seiner Wissen-schaft und mehrere tüchtige Untersuchungen sich rühmlichst bekannt gemachthatte. Ein enges freundschaftliches Verhältniß entspann sich zwischen Klap-*wth und V. Rose, das jedoch schon 1771 durch den Tod des Letztemgetrennt wurde; Klaproth übernahm nun die Verwaltung der Apotheke;
livlilogislischen
Deutschland.
Klaproth.
Leben.