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V.) Zeitalter der quantitativen Untersuchungen.
d°», und beschränke mich hier auf die Angabe derjenigen seiner Leistungen, zn»pr°,,,welche für die Chemie vorzugsweise folgereich geworden sind.
Um die Anerkennung der antiphlogistischen Theorie in Deutschland hatKlaproth vorzüglich sich verdient gemacht. In keinem andern Lande hatte!>ch das phlogistische System so eingewurzelt, als hier; ein gewisses natio-Nales Gefühl, das in jenen Zeiten besonders in der Wissenschaft sich geltendwachte, ließ zudem die deutschen Chemiker sich sträuben, Stahl's, ihres^ndsmanns, System gegen die moderne Eliimio franqaise zu vertauschen,welche von denjenigen Chemikern Frankreichs, die sie am hartnäckigsten^kämpft hatten, jetzt, nach ihrem Uebertritt, am übermüthigsten zur SchauMragen wurde. Frei von jedem Vorurtheil unterwarf Klaproth dieStreitfrage, ob die Hypothese des Phlogistons beizubehalten, ob zu verwer-tn sei, einer ruhigen Prüfung; 1792 schlug er der Berliner Akademie vor,die Versuche über Verbrennung und Verkalkung einer genauen Revisionin unterwerfen; das Resultat bestätigte Lavoisier'sAngaben und die vondiesem gezogenen Schlußfolgerungen, und Klaproth und mit ihm die an-deren naturwissenschaftlichen Mitglieder der Akademie wurden zu Anhängerndes antiphlogistischen Systems; sie gaben ein Beispiel, dem bald die Mehr-^hl der ausgezeichneteren Chemiker Deutschlands folgte.
So erwarb sich Klaproth Verdienste um die Geltendmachung der 0 ,»^.nichtigen chemischen Theorie im Allgemeinen, und er trat hier der Ansichtr>nes Andern ohne Rückhalt bei. Gehen wir aber nun zu der Besprechungderjenigen seiner Arbeiten über, welche ihm eigenthümlich sind, und zumMuster für alle seine Zeitgenossen und nächsten Nachfolger wurden; zu sei-nen Arbeiten in der analytischen Chemie, welcher Zweig unserer Wissenschaftvon jhnr seinen heutigen Charakter aufgeprägt erhielt.
Größere Brauchbarkeit der bei solchen Untersuchungen sich ergebendenResultate verlieh ihnen im Allgemeinen Klaproth dadurch, daß er zuerstden Gebrauch einführte, als Ergebniß einer quantitativen Analyse nicht cor-^girte Werthe, sondern die unmittelbar durch den Versuch gefundenen DataMitzutheilen. Der Verlust oder der Ueberschuß, welchen eine Analyse fast'wnier giebt, war bisher stets von den untersuchenden Chemikern selbst nachdestem Gutdünken, oft aber auch nach einmal gefaßten Vorurtheilen, aus-glichen worden, und als Resultat der Beobachtung wurde nickt das Ergeb-niß der Versuche selbst, sondern fast immer nur die Schlußfolgerungen mitge-