Alaunerde.
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gab er an, daß schlechtes Bouteillenglas, welches durch Sauren überhaupt »„»-such-m, -»-angegriffen werde, mit Vitriolsaure wahren Alaun gebe. 1727 bemerkteer, daß nach der allgemeinen Ansicht die Erde des Alauns kalkiger Natur »">>»>>>>»>4'"'sein solle; er habe aber wahrgenommen, daß diese Basis hauptsächlich inden thonigen Erden stecken müsse, denn diese geben mit SchwefelsäureAlaun. Er zog aber aus dieser Thatsache nicht die richtige Schlußfolge-rung, sondern 1744 meinte er, die Basis des Alauns möge eine calci-nirte vegetabilische oder thierische Erde sein, weil er mit Schwefelsäureund gebrannten Knochen oder Holzasche Salze bekommen hatte, die ihmwie Alaun vorgekommen waren. — Pott behauptete in seiner Lithogeo-gnosie (1746), der Thon gebe mit Schwefelsäure Alaun; er nennt auch dieBasis dieses Salzes eine thonichte Erde, scheint jedoch ihren wesentlichenUnterschied von der Kalkerde noch nicht eingesehen zu haben, obgleich erberichtet, niemals aus Kalkerde und Schwefelsäure Alaun erhalten zu ha-ben. Erst Marggraf zeigte 1754 in den Schriften der Berliner Aka-demie, daß die Erde im Alaun von der Kalkerde ganz verschieden ist, so-fern sie andere Salze bildet und aus dem Salmiak das flüchtige Laugen-salz nicht auStreibt; er zeigte weiter, daß die Erde des Alauns auch in demThon enthalten, aber hier noch mit Kieselerde verbunden ist. Er unter-suchte besonders genau, welche Eigenschaften die reine Alaunerde in Mi-schung mit anderen Körpern im Feuer annimmt.
Hinsichtlich der Eigenschaften der Alaunerde will ich hier noch be-merken, daß schon He llo t 1739 angegeben hatte, die Erde, welche er ausThon durch Schwefelsaure gezogen und dann mit fixem Alkali niederge-schlagen hatte, werde durch Glühen fast unauflöslich in Säuren. — Daßdie feuchte Alaunerde in Aetzkali löslich ist, beobachtete zuerst Klaproth1789.
Obgleich nun die Eigenthümlichkeit der Alaunerde nachgewiesen wor- xrm„r, Anoch,,nden war, hielten es doch mehrere Chemiker für wahrscheinlich, daß diese d'r^aun,,d,-u-Erde keine so einfache sei, als die anderen Erden, und namentlich wurdebehauptet, die Alauncrde sei nur eine Abänderung der Kieselerde. Cl. I.
Geosfroy hatte schon l746 behauptet, der Kiesel werde durch wieder-holte Calcination in eine absorbirende, in Säuren vollkommen löslicheErde verwandelt. Pott in seiner zweiten Fortsetzung zur Lithogeognosie(1754) leugnete dies, gab aber an, daß Kieselerde mit Kali geschmolzen,zu einer alkalischen Erde werde, die sich in mehreren Sauren löse, und