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Geschichte der einzelnen Erden.
Ansiä,'.n'i!b'?>'dr, anderen alkalischen Körper der Fall sei. Diese Ansicht, welche
und"C°nstiw?'°n. so fruchtbar werden sollte, wurde zuerst wieder von Winterl imAnfang unseres Jahrhunderts ausgenommen, aber sie blieb unbeachtetunter den anderen Schwindeleien dieses Chemikers (vergl. Theil II. S. 2K2).Smithson erklärte 1811 die Kieselerde für eine schwache Saure, undfast gleichzeitig auch Berzelius; die Wichtigkeit dieser Betrachtungsweisetrat besonders an den Tag, als Berzelius seit 1814 zeigte, daß sich dieKieselerde in bestimmten Verhältnissen mit Basen vereinigt, und daß diekieselhaltigen Mineralien sich als kieselsaure Salze, die nach stöchiometri-schen Proportionen zusammengesetzt sind, ansehen lassen.
In Beziehung auf die Constitution der Kieselerde waltete lange dieAnsicht vor, sie sei einfacher in ihrer Zusammensetzung, als die anderen Erd-arten. Das hypothetische Element, welches von Becher als das verglas-bare unterschieden worden war, glaubten die meisten Chemiker am Endedes 17. und im Anfang des 18. Jahrhunderts am reinsten in dem Kieselzusehen, und noch Bussen, Macquer und viele andere Chemiker dieserZeit hielten die Kieselerde für die primitive Erde, die anderen Erden nurfür Abänderungen derselben. Daß man selbst an eine künstliche Umwand-lung der Kieselerde in eine in Säuren lösliche glaubte, sahen wir Seite61 f. Aus dem Streite, der sich über diesen Gegenstand erhob, ging je-doch als Resultat nur hervor (um 1785), daß die Kieselerde durch chemi-sche Mittel nicht in eine andre verwandelt werden könne.
Zu derselben Zeit waren andere Ansichten über die künstliche Erzeu-gung von Kieselerde beseitigt. Scheele hatte 1771 behauptet, Kieselerdebilde sich bei der Verbindung der Flußspathsäure mit Wasser. Ueber dieBerichtigung dieses Irrthums wurde schon im UI. Theile S. 368 f. dasNähere mitgetheilt.— Achard behauptete 1779 in seiner Schrift: »Be-stimmung der Bestandtheile einiger Edelsteine«, Bergkrystall könne künst-lich erzeugt werden durch Einwirkung von Wasser, welches mit Kohlen-saure imprägnirt sei, auf Alaun- und Kalkerde; und er gab eine besondereVorrichtung dafür an. Nach seinen Angaben arbeiteten sogleich Fon-taine» in Paris 1780, Kraft und Georg! in Petersburg 1783, W.H. S. Buchholz in Weimar 1783, ohne jedoch das angegebene Resul-tat bestätigt zu finden, daß aus dem kohlensäuerlichen Wasser, wenn eslange auf Alaun- und Kalkerde eingewirkt habe, bei dem Verdunsten sichwahrer Bergkrystall absetze.