Band 
Vierter Theil.
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Salpeters. Wis-muthoxyd.

Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Das gelbe Wismuthoxyd, welches sich bei dem Erhitzen des Wismuthsbildet, scheint schon zu Agricola's Zeit als Farbe benutzt worden zu sein;torrere idem (das gediegene Wismuth) solent, atgue ex esns potiore partemetallrmi, e viliore pi^menti guoddam Aeirus 11011 conteinnenduin con-liciunt, sagt dieser im Lermsnnus. — Die Bildung der Wismuthsäuredurch Glühen von Wismuthoxyd mit Kali beobachteten zuerst Bucholzund Brandes 1818; sie fanden, daß hier eine höhere Oxydationsstufe desWismuths entsteht, welche spater durch Stcomeyer (1832) u. A. ge-nauer untersucht wurde.

Das Ehlorwismuth bereitete B o y l e (Experiments Sud considerationswucilinA colours, 1663) durch Erhitzen von Quecksilbersublimat mit Wis-muth. — Daß die Lösung des Wismuths in Salpetersäure durch Wasserpracipitirt wird, kannte bereits Libavius um 1600, und unterschied richtignach diesem Verhalten das Zink von dem Wismuth. In seiner Abhand-lung de nstiira inetsllornm sagt er: ^Onsa ag>,a dnlci cnm vel sine salenon cosAuIst (die Lösung des Zinks in Scheidewasser), cnm tainen solutiodismntlii ststim in Isc crassum skeat. Man hat behauptet, die Zube-reitung des Schminkweißes sei noch im Anfang des 18. Jahrhunderts einGeheimniß gewesen, dessen Besitz N. Lemery viel Geld eingetragen habe.Das erstere ist bestimmt unrichtig; wenigstens beschreibt N. Lemery schon inden ersten Austagen seines tüonrs de cli^mie (namentlich in der von 1681) dieZubereitung dieses Präparates ganz offen; er lehrt das ms^istere de 6ismm6durch Auflösen des Metalls in Salpetersäure und durch Fällen mit kochsalz-haltigem Wasser bereiten; reines Wasser präcipitire es auch, aber langsamer;man erhalte mehr Niederschlag, als das angewandte Metall gewogen habe,und er setzt hinzu: gue cela vient de guelgue Partie de I'esprit de Iiitregui y est restee nonobstsnt 1s precipitstion et >a lotion. Er empfiehltdas Präparat als Schminke, weil es die Haut zart mache, und sagt, mannenne es auch Klane d'tispagne. (Spanisches Weiß hießen im Lause derZeit die verschiedensten weißen Farben; Agricola sagt, cernssa ex plnmbocandido sZinn) iacta sei »Spanisch Weiß oder Zinnäsch«; gegen das Endedes vorigen Jahrhunderts sing man in Frankreich an, die geschlämmte Kreidespanisch Weiß zu nennen) Auch Boyle giebt in seinen llellectinns npantlie k^potkesis ok allcali and acidum (1675) an, die Auflösung des Wismuthsin Scheidewasser werde durch gemeines Wasser fast gänzlich gefällt. Deß-ungeachtet glaubten noch viele Chemiker, durch die Annahme einer Aehnlichkeit