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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
seinen Predigten 1562 sagt: »Zu Freiberg hat man rothen und weißenZink« (d. i. Zinkerz). Andere verstanden unter Zink ein Metall, verwechsel-ten es aber mit anderen Halbmetallen; so meinte der sächsische Gelehrte GeorgFabricius in seiner Abhandlung <le metsllicis reim» (welche in EonradGeßner's Sammlung mineralogischer Schriften: <le omni rerum kossi-lium Aenere libri olignot, 1565 herauskam), stibium möge wohl dassein, was die Bergleute cincum nennen, welches sich zwar gießen, abernicht Hammern lasse. Löhneiß verwechselte dagegen in seinem »Berichtvom Bergwerk« 1617 den Zink mit dem Wismuth.
Libavius war in Bezug auf die Kenntniß des Zinks in einer son-derbaren Lage. Er nennt in seiner Schrift <le smlicio »gusrum miners-lium (1597) das Zink in der Bedeutung, wie Agricola und Matthe-
sius: lüst in mineris llsvus eolor-callmige Zlelmsge, gusm Agl-
mism noininant, seri cuiäsm, vense kerruAinese et gnocl llicitnr rincum.Dieses Zink scheint er aber nie gesehen zu haben (in dem zweiten Theile seinerOominentarioruin ^iclreinise sl606s spricht er gar von dem Zink als einersalzartigen, dem Vitriol ähnlichen Substanz: Eiislcsiitimm cvAnstnm estcnm slumine; —- — cvAnsts est ei sernAv, cbr^socolls, gnse est ^uosiputreiaet» aernAo, item Linoleum äictum) ; auch ist ein Brief von ihmuns aufbewahrt worden, worin er sich beklagt, daß er es nicht erhaltenkönne. Die Ursache hiervon war vielleicht, daß, wie Pott in seiner vis-sertatio äe einen versichert, der Verkauf des Zinks vom Harz gegen dasEnde des 16. Jahrhunderts durch den Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg verboten war, wahrscheinlich weil dieser mit Alchemisten viel ver-handelnde Fürst glaubte, es sei besonders anwendbar zur Metallveredlung.Und doch hatte Libavius, ohne es zu wissen, Zink, und er kannte es ge-nauer , als irgend einer seiner Zeitgenossen oder nächsten Nachfolger. Inseiner Abhandlung <le naturs metallorum, welche zuerst 1597 erschien, er-zählt er, in Ostindien gebe es eine besondere Art Zinn, welche Calaem ge-nannt werde. Davon sei im vorigen Jahre nach Holland gekommen, undFreunde haben ihm Einiges davon mitgetheilt. Er beschreibt nun seineäußeren Eigenschaften sehr genau, und vergleicht es mit den anderen Me-tallen. Er versichert, es sei kein Zink (Conterfey), wie Einige behauptethaben (<;uiägm srbitrsti sunt, esse ses glimm, c>uocl contrsiimim vocemt,seä von est); es sei anders auf der Schnittfläche und im Bruch. Von demWismuth unterschied er es, wie schon oben, Seite 112, angegeben wurde.