Band 
Vierter Theil.
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und

Rolhbnichigkeis.

S,ahl.

Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

letztere auf einem Gehalt an Schwefelsaure. I. C. F. Meyer in Stettinerhielt 1780 aus Gußeisen einen weißen erdartigen Körper; er betrachteteihn als die Ursache der Kaltbrüchigkeit des aus Sumpferzen geschmolzenenEisens, und stellte ihn aus solchem Eisen und aus diesen Erzen dar; erfand, daß man jenen Körper zu einem Korne von metallischem Aussehenschmelzen könne, und hielt ihn für ein neues Metall, welches er Iivstrosi-derain oder Wassereisen nannte. Das weiße Pulver aus kaltbrüchigemEisen, welches nach dem Auflösen des Eisens in verdünnter Schwefelsaurezurückbleibt, untersuchte 1781 auch Bergman; auch er schmolz es mittelsteines Flußmittels und Kohle zu einem metallischen Korne, und erklärte diesesfür ein neues Metall, welches er siclerum nannte. Aber schon 1784berichtigte Meyer seine früheren Angaben dahin, das Wassereisen sei Eisenmit Phosphorsäure verbunden. Gleichzeitig fand dies auch Klaproth.Beide Chemiker bewiesen die Zusammensetzung des Wassereisens durch Syn-these, analytisch zeigte sie zuerst Scheele 1785. So wurde erkannt, daßder Phosphor das Eisen kaltbrüchig macht.

In den Schriften der Jsraeliten findet sich keine Angabe, welche aufHärtung des Eisens durch Ablöschen im Wasser zu beziehen wäre. Beiden Griechen war diese Kunst früh bekannt; Homer sagt, als dem Poly-phem das Auge durch Ulysses mit einem glühenden Pfahle ausgebranntworden sei, habe es gezischt, wie wenn ein Schmied ein großes Beil odereine Axt in kaltem Wasser ablösche, denn davon erhalte das Eisen seineHärte. Vorzügliche Kunstfertigkeit in der Bearbeitung des Eisens undStahls schrieben die Alten den Chalybern zu, einer am schwarzen Meerewohnenden Völkerschaft; von diesem Namen soll dem Stahl bei den Grie-chen und Römern die Benennung cliahch«, beigelegt worden sein.

Ueber die Bereitung des Stahls bei den Alten fehlen genauere Nach-richten; einige unvollständige Angaben deuten daraufhin, daß man durchUmschmelzen des Roheisens ein stahlartiges Eisen gewonnen habe. Damalsauch schon herrschte die noch jetzt hin und wieder gehegte Ansicht, Eisenoder schlechter Stahl verwandle sich durch längeres Aufbewahren unter derErde in guten Stahl, indem der Rost die unedleren Bestandtheile ausziehe.

Plinius drückt sich über das Härten des Stahles so aus, daß manschließen möchte, die verschiedene Harte, welche glühendes Eisen oder Stahldurch das Ablöschen annimmt, habe man als auf der Verschiedenheit desdazu angewandten Wassers beruhend betrachtet; feinere Instrumente, sagt