Eisen.
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gemacht, daß noch im 17. Jahrhundert ausgezeichnete Chemiker, wie z. B.Becher (vergl. Theil I, Seite 178), das bei der chemischen Behandlunggewisser Substanzen sich zeigende Eisen nicht für ausgeschiedenes, sondernfür neu gebildetes hielten. N. Lemery zeigte 1702 vor der PariserAkademie, daß manche Asche eisenhaltig ist, insofern eine magnetisirteKlinge auf sie einwirkt. Aber so eingewurzelt waren die alten Vorurtheile,daß St. F. Geoffroy noch 1705, als er bei der Verbrennung von Vege-tabilien stets eisenhaltige Asche erhielt, an die Möglichkeit glaubte, diesesEisen sei durch die Verbrennung neu erzeugt. L. Lemery bewies hin-gegen 1700, dieses Eisen sei nur abgeschiedenes. Geoffroy vertheidigteseine irrige Ansicht 1707; er behauptete, allerdings lasse sich Eisen künstlicherzeugen, denn Thon mit Leinöl getränkt und geglüht enthalte jetzt mehrvon diesem Metall, als vor dem Glühen darin gewesen sei. Lemerywiderlegte ihn nochmals 1708. — Den Eisengehalt des Blutes wies derItaliener Meng hini in den Denkschriften der Akademie zu Bologna1747 nach.
Die Brüchigkeit mancher Arten von Schmiedeeisen mußte früh bekanntsein; schon Plinius sagt, das Eisen sei sehr verschiedener Art, je nach demEinfluß der Erde und des Himmels (der Herkunft). Einiges sei sehr weich,anderes Irs^ile et serös, IM. Was das letztere Beiwort ausdrücken soll, istNicht klar; gewagt dürfte es sein, diesen Ausspruch dahin zu deuten, daßdas brüchige Eisen Kupfer enthalte. Basilius Valentinus sagt indem zweiten Buche seines letzten Testaments, da wo er von dem Eisenerz,aber mit steter Bezugnahme auf das daraus darzustellende Eisen, handelt:»Der Eisenstein nimmt die höchsten Metalla an sich, Gold, Silber, Kupfer,Zinn und Blei, davon er spröd und ohnartig wird, aber Gold und Silberschaden ihm nicht, die machen ihn geschmeidig; welcher nun kupferflößig, oderwit geringen Metalls-Arten vermischt ist, der zerfallt auch leichtlich«.Agricola unterscheidet noch nicht die Kaltbrüchigkeit und Rothbrüchigkeit;er sagt in seiner Schrift -le re metallics auch nur, das schlechteste Eisen,welches auf dem Ambos unter dem Hammer wie Glas zerspringe, sei lerrumIrsAÜe et serös, IM ; ihm indeß ist wohl zuzutrauen, daß er das letztereWort in der bestimmten Bedeutung als kupferhaltig gebrauchte. Aus wel-chen Beimischungen die Kaltbrüchigkeit und die Rothbrüchigkeit des Eisensberuhen, untersuchte 1751 Brandt; er urtheilte, daß die erstere Eigenschaftauf einer Beimischung von Arsenik, Wismuth oder Spießglanz beruhe, die