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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Ei-M. Die eben erwähnte Ansicht theilte auch Reaumur, dessen 1722 zuerst er-schienene Schrift: 1?art <ie convertir le 1er iorZe en scier, mit Recht hoch-geschätzt wurde. Reaumur sah zwar ein, daß der Stahl in manchetBeziehung ein Mittelding zwischen Gußeisen und Schmiedeeisen ist, alleiner hielt diese Erkenntniß nicht fest, sondern betrachtete das Schmiedeeisen alsden Uebergang von Gußeisen zu Stahl bildend; Gußeisen führe noch viele un-metallische, schlackige und schweflige Theile bei sich, Schmiedeeisen sei vondiesen freier aber enthalte noch Eisenkalk, Stahl sei völlig metallisches Eisen.Brandt äußerte sich 1751 dahin, der Stahl enthalte mehr brennbare Be-standtheile, als das Schmiedeeisen, was er ziemlich undeutlich so ausdrückt:wenn das eigenthümliche brennbare Wesen des Eisens durch den Zusatz sol-cher Materien vermehrt werde, die eine ziemlich feuerbeständige Fettigkeit ent-halten, so werde Stahl daraus. Besonders wichtig für die Erkenntnißdieses Gegenstandes waren die Versuche Bergman's (1781). Dieserwiderlegte die Ansicht, Stahl sei reicher an Phlogiston oder in einem voll-kommneren Zustande der Metallicitat als Eisen; bei dem Auflösen vonGußeisen, Stahl und Schmiedeeisen gab das erste am wenigsten, derzweite mehr und das dritte am meisten Wasserstoffgas, und indem er dieentwickelte Menge dieses Gases als den Maßstab des Phlogistongehaltesbetrachtete, schloß er, Stahl enthalte weniger Phlogiston, als Schmiede-eisen; zur Controls dieser Folgerung untersuchte er auch, wieviel Stahl undwieviel Schmiedeeisen nöthig sind, um ein gewisses Gewicht Silber ausseiner schwefelsauren Lösung zu pracipiti'ren (wie er dadurch den Phlogiston-gehalt bestimmen zu können glaubte, siehe Theil II, Seite 362, und TheilIII, Seite 143), und die Versuche bestätigten seine Ansicht. Dagegen fander im Gußeisen mehr Graphit, als in dem Stahl, und in diesem mehr, alsin dem Schmiedeeisen. Berg man erklärte diesen Graphit nicht geradezufür gewöhnliche Kohle, sondern desinirte ihn, wie Scheele (vergl. Theil UI,Seite 200) gethan hatte, als eine brennbare Verbindung aus Luftsäureund Phlogiston. Gußeisen geht nach Berg man in Stahl über durchVerminderung seines Gehaltes an Graphit und Vermehrung seines Gehaltesan Phlogiston, Schmiedeeisen umgekehrt.
Aehnlich sprach sich über den Unterschied zwischen Stahl und Schmiede-eisen der Schwede Rinmann 1782 aus; auch er hob hervor, daßSchmiedeeisen bereits eine vollkommen metallische Substanz ist. Dieses mußnach ihm, um zu Stahl zu werden, noch mehr Phlogiston aufnehmen, als