Band 
Vierter Theil.
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Eisen.

zur vollkommenen Mctallicitat erforderlich ist; aber er erinnerte ausdrücklich,er verstehe hier unter Phlogiston nicht das gewöhnlich mit diesem Namen be-zeichnete Element, sondern das, was man sonst Plumbago (Graphit oderReißblei) nenne. Aus seine Untersuchung folgte die von Monge, Van-dermonde undBerthollet gemeinschaftlich ausgeführte und in den Me-moiren der Pariser Akademie für 1786 publicirte. Nach ihnen enthalt dasGußeisen Kohle und Sauerstoff; die verschiedenen Arten von Gußeisen ent-stehen je nach der verschiedenen Menge beigemischter Kohle; Schmiedeeisenist das reinste Eisen, hält aber auch noch etwas Kohle und sehr wenigSauerstoff; Stahl ist durchaus metallistrtes (sauerstvfffreies), aber'kohle-haltiges Eisen. Bei der Stahlbereitung durch Lamentation durchdringe dieKohle das Eisen. In demselben Jahre kam Guyton de Morveau zudenselben Folgerungen. Kirwan bestritt 1787, daß die Kohle einen socompacten Körper, wie Eisen, bei der Staklbereitung durchdringen könne,wurde aber durch Monge 1788 widerlegt (vergl. Theil III, Seite 162).Das Schmiedeeisen wurde bald als sauerstofffrei betrachtet (so von Clouet1799), aber im Gußeisen nahmen Mehrere noch im Anfange dieses Jahr-hunderts einen Sauerstoffgehalt an.

Indischer Stahl war schon bei den Alten sehr geschätzt; der jetzt alsWooz bezeichnete wurde 1795 bekannt, wo einige Stücke desselben ausBombay an die IIo)aI 8ociet/ nach London geschickt wurden; G. Pear-son untersuchte ihn damals, aber erst Faraday und Stodart fanden1819, daß er seine auszeichnenden Eigenschaften einem Gehalt an Alumi-nium verdankt. ^

So früh auch schon Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff be-kannt und angewandt waren, so spat wurden erst die einzelnen Oxyda-tionsstusen dieses Metalls genauer unterschieden und bestimmt. Eisenrostsoll bereits von Aeskulap (den man in das 16. Jahrhundert vor Ehr.setzt) arzneilich gebraucht worden sein; bei Dioskorides wird außerdemauch üxwyr« (Hammerschlag?) genannt, als ein ähnliches, aber

weniger wirksames Mittel wie der Eisenrost. Auch Blutstein,

wird bei Dioskorides erwähnt; dieser führt noch an, daß man den Blut-stein auch durch Brennen (Glühen) des Magnetsteins bereite, und bei demMagnet erinnert er abermals, daß Einige den geglühten für Blutstein ver-kaufen.

Elahl.