Erkenntniß desNickels nls eineseigenthümlichenMetalls.
158 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Auflösung in Scheidewasser mit fixem Alkali einen weißlich grünen Nieder-schlag gebe, welcher kein Kupfer enthalte. —<Jn den Abhandlungen der-selben Akademie für 1754 theilte Eronstedt weiter mit, das neue Halb-metall komme am reichlichsten in dem Kupfernicke! vor, in Beziehung aufwelches Mineral er das Metall selbst Nickel nennen wolle. In dem Kupfer-nickel von Freiberg fand er Arsenik, Nickel, Schwefel und Eisen. Er zeigteauch, daß die sogenannte Speise, welche bei der Schmaltebereitung sich andem Boden der Hafen absetzt, größtentheils aus Nickel bestehe, mit Kobalt,Eisen, Schwefel und Arsenik vereinigt, und daß sie keineswegs, wie mandamals sich technisch ausgedrückt habe, ein verbrannter Kobalt sei, der seineSeele verloren habe. ^Nickel verbinde sich leicht mit Schwefel; selbst derNickelkalk vereinige sich damit; die Verbindung sei gelb und werde durchErhitzen in einen Kalk verwandelt. Kupfer gebe mit Nickel ein hartes, wei-ßes Metall, in welchem sich das Kupfer leicht durch die grüne Färbung, diees dem Borarglas mittheile, und durch die Fällung mittelst Zink und Eisennachweisen lasse. Solchergestalt (da Kupfernickel und metallisches Nickeldiese Reactionen nicht zeigen) sei zu bezweifeln, ob der Kupsernickel Kupfer insolcher Menge enthalte, um davon den Namen zu führen, und ob die cha-rakteristischen Eigenschaften des Nickels von einer Beimischung von Kupferabzuleiten seien. Das Nickel sei also keine Legirung, sondern ein eigenthüm-liches Halbmetall.
Cronstedt's Ansicht wurde von vielen Chemikern angenommen; meh-rere indeß beharrten dabei, im Kupfernickel sei Kupfer enthalten, aber keinneues Metall. So z. B. meinte Sage in seinen Llemeuts cle minerslogieäociinaitigue (1772), der Kupfernickel bestehe aus Elfen, Kupfer, Kobaltund Arsenik, und Monnet behauptete in seinem Iraito lle I» ckissolutioaäes metsux (1775), was man als Kobaltmetall und Nickelmetall ansehe,sei wesentlich ein und dasselbe eigenthümliche Metall, Kobalt sei Nickel, dermit Eisen und Arsenik vereinigt sei. 1775 erschien Bergman's Arbeitüber das Nickel, durch welche dargelegt wurde, daß Cronftedt das regu-linische Metall nur in sehr unreinem Zustande erhalten habe; auch von demMetall, welches er mit großer Ausdauer gereinigt hatte, glaubte Berg-man, es sei noch nicht ganz rein, da es vom Magnet gezogen wurde,was ihn aus einen Eisengehalt schließen ließ. Berg man hielt das Nickelfür ein dem Eisen sehr ähnliches Metall, welches man aber doch alsein eigenthümliches betrachten müsse. In dieser Arbeit wird auch bereits des