Band 
Vierter Theil.
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Kupfer. 165

diese Farbenveränderung aus dem Zutritt von Salzen aus der Lust zu er-klären.

Das Oxydiren des Kupfers durch Glühen ist seit langer Zeit in An-ox,d-d-« Kupf-r«Wendung. Dioskoridcs sagt, gebranntes Kupfer, xkrccrvztk'vox ^«/l.rco§,sei gut, wenn es roth sei und bei dem Reiben ein zinnoberrothes Pulvergebe; das schwarze sei zu stark gebrannt. Es werde aus alten Schiffsnagelnbereitet, und zwar brennen es Einige in einem irdenen Geschirre mit Schwe-fel und Salz geschichtet, Andere mit Alaun, Andere ohne allen Zusatz, abersehr lange; Einige brennen es auch, nachdem sie es mit Essig befeuchtethaben. Der Kupferhammerschlag heißt bei Dioskorides «vd'ox(lloz »er!«, Kupferblüthe); er sei leicht zu zerkleinern und zerrieben roth; erdürfe keine Kupferspane enthalten, mit welchen er verfälscht werde. Er werdebereitet, indem man auf glühendes (eben ausgeschmolzenes) Kupfer Wassergieße, durch die plötzliche Verdichtung und Zusammenziehung werde die be-sagte Kupserblüthe gleichsam ausgespien und blühe aus (vno «r'ywrffMVervxr-wüLwx «üntLykr rxirrveroie kiroevAkr ro

Von diesem bei rascher Abkühlung des glühenden Kupfersfreiwillig sich ablösenden Kupferhammerschlag wird von Dioskorides derbei dem Hämmern des Kupfers abfallende als /lk-rex (sguams

aeris, Kupferschuppe) unterschieden, welche aus den Kupferschmieden vonCypern komme; diejenige sei zu verwerfen, welche von schlechtem und vonweißem Kupfer herrühre; gut sei die, welche roth sei und mit Essig ange-feuchtet Grünspan gebe. — In gleicher Weise äußert sich Plinius überdas calcinirte Kupfer. — Auch Geber kannte die Calcination des Kupfers,und erklärte den Vorgang als aus einer Verbrennung der schwefligen Theiledes Kupfers beruhend (exposita all iAui'tionem Veneris Ismins, slammamffalüt sulplluream, etsezusmam in superiicie sua csusalüt pulverixalülem, et>i!u<I illeo, c^uoniam ex pro^ingnioribus ejus partibux lacilioeein suipllurisnecesse est coinbusti'onem iieri, sagt er in der Lumina perlectioiiiz Magistern).

Schon bei mehreren Chemikern aus dem Ende des Zeitalters der phlo-gistischen Theorie ist zwar von mehr oder minder verkalktem Kupfer dieRede, aber ohne daß in ihren Aussagen ein Beweis für die Kenntnißverschiedener Oxydationsstufen dieses Metalls liegt. Erst Proust zeigte,daß außer dem schwarzen Kupferoxyd, welches in den gewöhnlichen Kupfer-vxydsalzen enthalten ist, noch eine niedrigere Oxydationsstufe dieses Me-