Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Quecksilber, wenn man es fein zertheilt mit Salmiak sublimire, den Subli-, d,« o,m»siu>-r«. mat mit dem Rückstände mische und abermals sublimire, den neuen Subli-mat und den Rückstand in einem verschlossenen Gefäße mit Essig, Wein-

steinsalz und dem flüchtigen Stoff, der bei der Erhitzung von Weinstein- übergehe, digecire, dann destillire, und das Destillat mit Salzsäure nieder-

! schlage; der Pracipitat könne mit Weinsteinsalz zu laufendem Quecksilber

reducirt werden. Solcher Vorschriften finden sich am angezeigten Orte nochviele. Boechave widerlegte mehrere solcher Angaben (vergl. Theil!, Seite200), aber noch nach ihm wurden ähnliche Behauptungen vielfach aufgestellt.So theilte noch Macquer in seinem Dictioimsire ,Ie clivmie (1778)j mehrere solcher Vorschriften mit, ohne jedoch den Erfolg zu verbürgen, die

^ er aus Wallerius' (1750 bis 1768 erschienener) Ltiemia und

aus des (1685 zu Minden gebornen, 1747 gestorbenen) Jenaer Pro-fessors Teichmeyer Instilntivnibus Llwmiae (welche zuerst 1729, dannwieder 1752 publicirt wurden) entlehnte. Mehrere davon — wo Quecksilber-präparate mit in Arbeit genommen wurden, durch den chemischen Proceßaber mehr Quecksilber erlangt werden sollte, als in jenen Präparaten ent-halten sei — gründeten sich auf die damalige unvollkommene Kenntniß derquantitativen Zusammensetzung oder aus die Bildung eines Quecksilberamal-gams. Anderen Behauptungen mußten die gröbsten Täuschungen zu Grundeliegen; so wurde angegeben, Quecksilber bilde sich, wenn man Eisenfeile einJahr hindurch der Luft aussetze, dann fein reibe, von Staub und Unreinig-keiten reinige und wieder ein Jahr hindurch an die Luft setze, und dann de-stillire; oder wenn man verkalktes Kupfer mit Salmiak gemischt der Luftaussetze und dann mit Seife destillire; oder wenn man Hornblei oder Horn-silber mit Salzsäure mische und einige Wochen digeriren lasse, die Mischungdann mit flüchtigem Laugensalz sättige, wieder einige Wochen digeriren lasseund dann mit schwarzem Fluß und Seife destillire. — Hierher gehören auchdie Beobachtungen, die auf einen Quecksilbergehalt des Kochsalzes oder desVitriolöls oder damit bereiteter Salzsäure schließen lassen, und welche manch-mal künstliche Erzeugung von Quecksilber annehmen ließen. Boyle gabbereits an, in einer Mischung von Blei und Salzsäure, die einige Zeit inseinem Laboratorium gestanden hatte, etwas Quecksilber gefunden zu haben;Kunkel in seinem I^sboralorio clivmiao berichtet, daß er aus Silber undSchwefelsaure Quecksilber gewonnen habe, was aber nicht eintraf, als er sechs-mal rectificirte Saure anwandte, seiner Meinung nach, weil das rectisicirte