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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
schw,f-iqu,a- in den Schriften der deutschen Naturforscher, daß der natürliche, der künst-liche und der (bei Destillation von Sublimat mit Schwefelanlimon sich bil-dende) Spießglanzzinnober, welche man bis dahin, namentlich in medicini-scher Wirkung, für verschieden gehalten hatte, derselbe Körper sind, und be-stimmte die Zusammensetzung zu 6 Theilen Quecksilber auf 1 (richtiger ist auf0,96) Theil Schwefel. — Becher meinte dagegen in seiner kk^sica «üb-terranea (1669), der Zinnober enthalte Quecksilber und den erdactigen Be-standtheil des Schwefels; cinallririin srAentum vivum est, intermixts ccun-I„»n>8 snlplluris terra. N. Lemery wiederum behauptete in seinemLours ile ok^mie (1675), in dem Zinnober sei die Saure des Schwefelsan Quecksilber gebunden, und darauf beruhe es, daß der erstere Körper festsei; Is Partie la plus acicle «tu soiillre penetre le merciire, et iie telle-menl «es psrties, «pi'elle arreste tza^itstioir, e» Isguelle olles estoieut;er erklärte die Zersetzung des Zinnobers bei dem Erhitzen mit Kalk aus derAnziehung des Kalkes zu der Schwefelsaure im Zinnober. Eine der seinigenähnliche Ansicht wurde spater dadurch hervorgerufen, daß man den Unter-schied zwischen dem schwarzen und dem rothen Schwcfelquecksilber als aufverschiedener chemischer Constiturion beruhend ansehen wollte; die Schwie-rigkeit, die Verschiedenheit dieser Körper zu erklären, wurde noch vergrößertdurch die Erkenntniß der Bildung des Zinnobers auf nassem Wege.
Das schwarze Schwefelqnecksilber lehrte zuerst Turquet de Ma-yerne, im Anfange des 17. Jahrhunderts, durch Zusammenreiben vonwarmem Quecksilber mit geschmolzenem Schwefel darstellen; es durch Zu--sammenreiben von Quecksilber mit festem Schwefel zu bereiten, schrieb zuerstder Engländer Walther Harris in seiner Schrift «lo mnrtzis acutisinlaiitum (1689) vor. Das Präparat wurde als ^.etl>iop8 mineralis odermerciirisli«, mineralischer oder Quecksilbermohr, benannt, und je nach derBereitung als «^etliiops '1»r«pieti oder Harris!! , oder als «Vetliiops em-oder ap)'rv8 (mit oder ohne Feuer, d. i. Schmelzung des Schwefels,dargestellter). Das auf nassem Wege (aus Quecksilber oder Quecksilberkalkmit Kalkfchwefelleber) gebildete schwarze Schwefelquecksilber kannte der Er-furter Professor Ludolf, der desselben in seiner »vollständigen und gründ-lichen Einleitung in die Chymie« (1752) erwähnt. Das durch Fällen ge-sättigter Quecksilbersolution mit einer Lösung von Schwefel in Aetzlaugedargestellte empfahl I. E. Jacobi 1757 in den Schriften der deutschenNaturforscher als Arzneimittel, unter der Bezeichnung pulvis llypnoticus;