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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
weniger oxydirtes geschwefeltes Quecksilber; Vauquelin und mehrere an-dere Chemiker traten dieser Ansicht bei, und zwar behauptete der erstere, i"einer Abhandlung über die Schwefelmetalle 1801, Schwefel verbinde sichmit Quecksilber nicht innig, der Quecksilbermohr sei eher ein Gemische alseine wahre Verbindung, sei aber das Quecksilber oxydirt, so verbinde sichder Schwefel sehr innig damit, und der Zinnober verdanke die rothe Farbeseinem Sauerstoffgehalt. Werth ollet war in seiner Abhandlung überden Schwefelwasserstoff 1796 der Ansicht, in dem schwarzen Schwefelqueck-silber sei Schwefelwasserstoff enthalten, es sei snlknre äe mei-
cnre, wahrend der Zinnober snlkni-e <1e morcnre ohne andere Beimischungsei. Bucholz hielt 1801 den Zinnober für schweselwasserstoffsaures Schwe-felquecksilber, und den Quecksilbermohr für bloßes Schwefelquecksiiber, inwelcher Meinung ihm Trommsdorsf beitrat, der früher (1796) geglaubthatte, Zinnober sei Schwefelquecksilber und Quecksilbermohr geschwefeltesQuecksilberoxyd. Proust vertheidigte 1801, daß der Zinnober nur ausQuecksilber und Schwefel bestehe, und 1803 publicirte auch Bucholzeine Reihe von Versuchen, um zu zeigen, daß der Zinnober sauerstofffreisei; 1809 behauptete er, der durch directe Vereinigung von Schwefel undQuecksilber kalt bereitete Quecksilbermohr sei ein Gemenge von Schwefelund Quecksilberoxydul, der heiß bereitete eine Verbindung aus denselbenKörpern, worin nur vielleicht das oxydirte Quecksilber armer an Sauerstoffsei, und der aus Quecksilberlösung mit Schwefelwasserstoff oder Schwefel-alkalien entstehende Pracipitat sei wasserstoffhaltiges Schwefelquecksilber oderhydrothionsaures Quecksilber. Seguin bewies nochmals 1814, daß imZinnober kein Sauerstoff ist; den Unterschied zwischen dem schwarzen unddem rothen Schwefelquecksilber erläuterten erst die der neueren Zeit ungehö-rigen Untersuchungen von Fuchs über den Amorphismus.
Schwefelsaures Quecksilber (Oxyd oder Oxydul? es sind keine Verhält-nisse angegeben) bereitete schon Johann von Rocquetaillade im14. Jahrhundert; sein Illller Incis enthalt die Stelle: imm spirit» vitrioliUomsni iit m.igmm, sclminicnium, sä congelgncimn IVIereurinm in snij-«tsntia, ot lscit ipsum glimm sicut nivem. — Das basische schwefel-saure Quecksilberoxyd kannte schon Basilius Valentinus, der in demvierten Buche seines letzten Testaments, worin er die »Handgriffe« lehrt, vor-schreibt, Quecksilber in Schwefelsaure, die mit etwas Salpetersäure versetzt