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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
O.u,cksili>-rchl-rid. einen Arsenikgehalt schließen dürfe, behauptete zuerst Barchusen in seiner?)'rosopkia (1696), ebenso Boulduc in einer der Pariser Akademie 1699vorgelegten Arbeit (der jedoch in einigen Nebensachen von Barchusen ab-wich) und L. Lemery 1734, welcher zeigte, daß schwarze Färbung haupt-sächlich dann eintritt, wenn der Sublimat weniger ätzend (mit Calomel ver-unreinigt) ist. Doch erhielt sich das einmal verbreitete Vorurtheil so lange,daß noch Wieg leb, gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts, dasselbebekämpfen mußte.
Lu,-cksiibkcch,°mr. Die alteren Vorschriften zur Bereitung des Sublimats weichen in Be-ziehung auf die anzuwendende Menge Quecksilber so von einander ab, daßgewiß oft Gemenge aus Calomel und Sublimat, manchmal auch nur daserstere, erhalten wurden, und die Bezeichnung lUercui-ius sublimstus gingauf beide Präparate. Man unterschied sie hauptsächlich in medicinischerBeziehung, und das Calomel scheint schon im 16. Jahrhundert arzneilichangewandt worden zu sein. Quercetanus soll sich desselben bedienthaben; wenigstens wurde es im 17. Jahrhundert oft als kancli^msclmAumHuercetsui (auch als ksuck^msclioAum miuerale) bezeichnet. Libaviussagt in dem Register zu dem II. Theile seiner Commentarien (1606), alssquila slba werde auch ein liquor vlscosus ex sublimsto slbo plillosopdiceprsepsrato bezeichnet (sonst bedeutete squils slbs jeden weißen Körper, wel-cher auffliegen, d. i. sublimiren, kann, namentlich den Salmiak, seit dem17. Jahrhundert aber vorzugsweise das Calomel). Versteckt beschrieb dieZubereitung des Calomels Oswald Croll 1608 in seiner Lasilicamics, offen in demselben Jahre Beguin in seinem Tirocinio ctwmico(nach diesem sollen Sublimat, metallisches Quecksilber und rothcalcinirtesEisen sublimirt werden). Das Präparat wurde zu jener Zeit als vracomitiAstui, oder DIsnns melallornm bezeichnet, auch als iUercurius clulcis (soheißt er namentlich bei Sylvius dc le Boö) und als versüßter Sublimat(sublime ckoux heißt er bei N. Lemery, aber außerdem auch aquila slbs,und Mac quer gab noch 1778 an, der letztere Name sei der gebräuch-lichste). Ueber die unpassende Bezeichnung Calomel (x«>!.ozte>I.«s, schönschwarz) weiß ich nur anzugeben, daß sie in der zweiten Hälfte des vorigenJahrhunderts (von England aus?) sich einführte, und daß man damalsdas Calomel der Engländer (siebenmal sublimirtes versüßtes Quecksilber) vondem Calomel der Franzosen (dreimal sublimirtem oder gewöhnlichem ver-