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Quecksilber.
des Kupferamalgams die Vorschrift, Kupfer aus Vitriollösung mit Eiseniu präcipitiren und mit Quecksilber zu vereinigen.
Hinsichtlich der Kenntniß Glauber's über die verschieden große Nei-gung des Quecksilbers zur Verbindung mit den verschiedenen Metallen vergl.Theil II, Seite 295.
Vielfach beschäftigten sich die Alchemisten mit der Aufgabe, Eisenamal-gama zu machen, was schon Geber für ein schweres Kunststück erklärthatte. Die erste Anleitung dazu finde ich bei Libavius; in dem II.Theile seiner Oomrneaisriorum t^Iebemiae, in der Abhandlung cke nsturametsllorum, sagt er, die Vereinigung des Quecksilbers mit Metallen miß-linge bisweilen wegen der Verunreinigungen, aber durch scharfe Mittel könneman das Metall reinigen und mit Quecksilber verbinden, guomoäo kerrumvino tsrtarissto et smmoiiiato, vel gceto soluti smmonisci etc., ve! co-loritio ita conciliatuc meccurio, ut postes no» possint Iscile separsri.Brandt behauptete in den Schriften der Stockholmer Akademie für 1751,aus Eisen könne man ein Amalgam machen, wenn man es mit Queck-silber, etwas Eisenvitriol und Wasser zusammenreibe; doch scheide sich dasEisen bald wieder ab. Der Steuereinnehmer I. F. Vogel zu Brehna inSachsen gab 1789 dieselbe Vorschrift, nur daß er statt Vitriol Alaun zunehmen rieth; 1783 hatte derselbe gerathen, Zinkamalgama mit Eisenvi-triol und Wasser zu reiben.
Während man jetzt weiß, daß bei der Bildung eines Amalgams Er-kältung eintritt, behauptete man früher das Gegentheil. So theilte S o -reta in den Schriften der deutschen Naturforscher 1682 eine Beobachtungmit, wonach Quecksilber in der flachen Hand mit Goldstaub gemischt uner-träglich warm werde. Daß bei der Amalgamirung von Zinn, oder derVermischung von Bleiamalgam und Wismuthamalgam, Temperaturer-niedrigung eintritt, beobachtete zuerst Demachy (Hecneil äs älssertstionspb^sico-cb^migues, 1774).
Die Bezeichnung Amalgams kommt bereits in den Schriften des im13. Jahrhundert lebenden Thomas vonAquino vor. Sie soll auseiner Verunstaltung des griechischen Wortes (erweichender oder
weicher Körper) entstanden sein (amslAams corruptum vocsbulüm esse extlrseco non äubitsiit, sagt Libavius in dem I. Theile seiner
dommentsriorum ^Icliemise).