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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
G°,ds°lu,i°n! sagt er: »Warum präcipitirt der Essig das Gold und andere sileislle» so
s„b,n. schön jn ihrer Farbe, als wann es Muschelgold, oder Silber, oder sonst
klar und schön gesellet, und kann man Gold, Silber, Kupffer in ihrerrechten natürlichen Farbe niederschlagen; es geschicht auch mit dem 8pi-i-itu vi»i, ein jedes mit seinem Handgriff, doch nicht so schnell als mit demEssig", und in seinem 1.:>5or:uorio cli^mico, wo er von Denen spricht, dieguriim xotalllle machen wollen: »Einige sind so verzweifelt einfältig, undsoivlren Gold in Vgoa regis, oder 8piritn saiis, gießen alsdann einenOlerim -luniperi dazu, setzen es ein wenig auf die Warme, so wird dasOlein» blutroth. Dieses muß gleichfalls ein anrnm potskile sein, da siedoch vor Augen sehen, wie das Gold als ein geschlagen Blattgold zart indie Höhe steiget, auch davon in das Oleum das geringste nicht hineinkommt,sondern kann vermittelst des Olei .loniperi oder 'kln'relnmlnnLe gantz prse-cipiriret werden." Die Fällung mit (kalt bereiteter) salpetersaurer Queck-silberlösung *) und mit Vitriol kannte Kunkel gleichfalls; in seinem I^sbo-rstorio clivmico sagt er: »Es läßt sich das Gold mit einer 8olotionelUercurii, welche durchs Agoa kort geschicht, praecipitiren, und giebt einenbraunen Kalk«. Aber diese Methode sei in der Beziehung nicht gut, weilder Niederschlag außer Gold auch Quecksilber enthalte. Er fährt fort: »InSumma, solche gefalle wem sie will, mir stehet die nachfolgende besser an.Wenn das Gold solviret ist, so solvlre einen Vitriol in gemeinem Wasser,je venerischer und blauer solcher, je besser er ist; selbigen gieße nach derIkiltrirung in die 8olmioliem 8olis, so fällt dein Gold gar schön und hoch-fein, -auf solche Art kann man das Gold am allerfeinsten haben«.
Kunkel irrte, indem er den kupserhaltigeren Vitriol dem an Eisen reicherenvorzog; den Eisenvitriol als Fällungsmittel des Goldes empfahl später wie-der (1752) Brandt.
Kn°«g°ld. Die Darstellung des Knallgoldes beschrieb zuerst, und mit großer Ge-
nauigkeit, Basilius Valentinus im 15. Jahrhundert. In dem Theileseines letzten Testaments, welcher die »Handgriffe« lehrt, sagt er: »Nimmein gut llegis durch 8ularmoaisc gemacht, verstehe, daß du neh-
') Schon Orschall sagt in seiner Schrift: 8ol eine vesl« (1684), salpetersaureQuecksilberlösung bringe mit der Goldsolution einen noch schöneren purpur-farbenen Niederschlag hervor, als der durch Zinn bewirkte sei.