Gold.
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Gold auflöst (vergl. Theil III, Seite 349), und er sagt in seiner 8 »imi>g «°lds°,u,i-n,pei-kectionis insgixtorH : ^urum colcinstur et solvitiir sine ntilitste. Ob s'w-'n" "sein Ausspruch: rinctur» ext rul>e<liliix, aus die rothe Farbe der
Lösung bezogen werden darf, wie dies versucht worden ist, scheint mir sehrzweifelhaft. Die Lösung des Goldes in Königswasser war allen spaterenAlchemisten bekannt. Daß sich aus solcher Lösung Krystalle bilden können,behauptete zuerst Basilius Valentinus. In seinen »Handgriffen«spricht er von einer Goldsolution (die er, mit Beibehaltung ihres Goldgehalts,destillirt haben will, die aber jedenfalls, den von ihm angegebenen Reactio-nen nach, Gold enthielt), welche in der Kalte Krystalle absetze, die der wahreVitriol des Goldes seien; ebenso in der »Offenbarung der verborgenen Hand-griffe«. Basilius' Königswasser war salmiakhaltig; die gebildeten Kry-stalle also wohl Chlorgold-Salmiak. Basilius giebt von der Auflösungdieser Krystalle an, daß sie mit Quecksilber ein Amalgam bilde, und wennman dies unter stetem Umrühren erhitze, bleibe das Gold als purpurfarbenesPulver zurück. Diese Fällung des Goldes durch Quecksilber kannten auchdie Spateren, namentlich Boyle, der auch in seinen Lxperimentix et con-«illei-stioiiilE <Ie colorilm« (1663) als eine wenig bekannteSachc anführt,daß die Goldsolution der Haut, den Nageln, dem Elfenbein und dergleicheneine dauerhafte Purpurfarbe mittheilt; und in seinen kxperimentix et 06 -xervstionibu« pi^-sieix (1690), daß aus ihr durch starken Weingeist dasGold niedergeschlagen werde. Tachenius spricht in seinem Uippoci-atex < >>/-micux (1666) von der Veränderung der Goldsolution durch Galläpfeltinctur,und davon, daß eine solche Mischung auf Papier gestrichen dieses mit ejnemglänzenden (metallischen) Ueberzug bekleide. — Glaub er scheint schon einMittel gekannt zu haben, das Gold aus der Auflösung metallisch niederzu-schlagen; in seinen t'urnlx novix plliloxopliicix (1648), wo er von derScheidung des Goldes und Silbers durch Königswasser redet, sagt er, mansolle zu der Goldlösung »einen güldischen Niederschlug setzen und mit ein-ander aufkochen; so geschicht eine Scheidung, und fält alles Gold pur undrein, als gefeylet oder gemahlen, so schön von Färb und Glantz, daß mandamit schreiben und mahlen könte«; aber ich kann nicht finden, welchenKörper er zu dieser Präcipitation anwandte. Die Reduction des Goldesaus seiner Lösung mittelst organischer Materien kannte auch Kunkel; in sei-nen »Chymischen Anmerkungen von denen l'rineipüx cli)'inicix« (1677)
Kopp'S Geschichte der Chemie. IV.