Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Den Namen Knallgold, rmrum fulminant, legte diesem Präparatzuerst Beguin in seinem Urocinia cli^mico (1608) bei; sonst hieß esim 17. Jahrhundert auch noch surnm volstiie (bei Eroll, der auch vonseinen medicinischen Wirkungen spricht, in dessen Dssilics cil)inica 1608),xrilvis p)rius nureus (Goldseuerpulver, bei Ath. Kircher in dessen Schrift:IllsAnes, 1641), siirum «clopetsns (Knallgold, bei I. Schröder in seinerkiiarmacopoea mellico-pii^sicn, 1641), salkrair 6 'or (oder or fulminantbei N. Lemery in dessen Lours 1675), aiagisterium ceraulio-

cllr^son, pulvis dm^80cerauni»8 (Goldblitzpulver) U. a.

Wie von mehreren leicht explodirenden Substanzen, glaubte man auchfrüher von dem Knallgolde, es wirke bei der Detonation bloß abwärts.Willis widerlegte diese, zu seiner Zeit und noch später herrschende, Mei-nung in seiner Diatride (le furmentatione (1659) durch den Versuch, daßer in einen silbernen Löffel Knallgold und darauf eine Münze legte; beider Explosion wurde die letztere in die Höhe geworfen, zum Beweis, daß dasKnallgold nach allen Seiten hin wirkt.

In das 17. Jahrhundert zurück lassen sich die Beobachtungen ver-folgen , welche darthun, daß bei der Entstehung des Knallgoldes flüchtigesLaugensalz mitwirkt. Angelus Sala, welcher in der ersten Halste des17. Jahrhunderts thätig war, erwähnte bereits in seiner Schrift: Oompo-utioet lormuls gntüloti preciosi, daß man kein Knallgold erhalte, wenn manin Königswasser, das nicht mit Salmiak, sondern mit Salzsäure gemachtsei, Gold löse und mit Weinsteinsalz niederschlage (sein krocessus <1e rmropotadili enthält auch die bestimmte Angabe, daß das Knallgold seine detoni-rende Eigenschaft verliert, wenn es mit Schwefel gemengt, und dieser dar-über abgebrannt wird). Glauber sagt in seinen burni« novis plilioso-xliicis (1648), Gold, welches mit flüchtigem Laugensalz niedergeschlagensei, »fulminire viel härter, als wann es durch ein Oleum ?srtsri gethanwäre«. In derselben Schrift findet sich auch eine Beobachtung, die daraufhinweist, daß das Knallgold, mit einer anderen Substanz gemengt, sichohne Detonation stark erhitzen laßt; von dem Niederschlage, welchen Glau-ber aus Goldsolution und Kicselseuchtigkeit machen lehrte, und der ein Ge-menge von Knallgold und Kieselerde sein konnte (je nach der Zusammen-setzung des angewandten Königswassers), sagt er, er entzünde und schlagenicht bei dem Trocknen, und dieses (das Trocknen) könne deshalb bei demFeuer geschehen. Ettmüller und Fr. Hoffmann beobachteten, daß aus