Band 
Vierter Theil.
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Gold.

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einer Goldsolution, welche durch das mensiruum «ine sti-e^itu *) dargestelltist, fixes Alkali einen nicht detonirenden Niederschlag fällt.

Dieser Erfahrungen ungeachtet behauptete fast keiner der Chemiker je-ner Zeit, flüchtiges Laugensalz gehe mit ein in die Zusammensetzung desKnallgoldes. N. Lemery meinte in seinem Emir« <Ie clnmie (1675),das Gold löse sich auf, indem die spitzen Molecüle des Königswassers in diePoren des Goldes eingreifen (los pointes, g»i lsisoieiit Is lorce sie I'eanro^sie, sont licdoos llsns los partionles lle I'or; hinsichtlich Lemerp'sAnsichten über die Wirkung der Lösungs- und Fällungsmittel überhauptvergl. Theil >1, Seite 308 f.). Das zugesetzte Alkali erschüttere die Sauren-molecüle, an welchen die Goldmolecüle aufgespießt seien, so daß die letzterenabbrechen, wobei aber die Spitzen der Säurenmolecüle stecken bleiben (lapouckrecl'or ^re'oipitee sera emprointe cl'uiie psrtie <!u ckissolvsnt, puls gne la partiela plus aiguö <io ces pointes est llemeiiree lledans). Die Detonation seieine Explosion, welche durch die Verwandlung dieser Säurenmolecüle inDampf verursacht werde (Lola so kait voir gnsixl on I» inet sur le leu,car le grsnck hruit gn'elle lait, ne peilt venir gue ckes es^rits renflermergni ecartent le corps tres soliile llo I'or svec vioience ponr tronver eineissne liOre, lors gn'iis sont exciter, par I'action 3u le»). — Stahl's8peci,non Ileciiorianiiin (1702) enthalt ganz im Allgemeinen die Ansicht,in das Knallgold gehe etwas aus dem Lösungsmittel über, in welchem dasGold gelöst gewesen sei (composita sunl snlntarnin praecipitstione« 3esolventihus alignick retlnentes, nt I.un» corniia, ^urum knlminsns etc.).Fr. Hoffmann, in seiner Sammlung Observstionum pii)sico-cü)'mi-csrnm solectiornm (1722), erklärte sich dahin, daß sich bei der Fällungdes Knallgoldes elastische luftartige Theilchen an das Gold anhängen; erbestritt, daß sich dabei dem Golde ein Salpetersalz anhänge. Mehrere Che-miker behaupteten nämlich damals, und noch bis nach der Mitte des vori-gen Jahrhunderts, dem Golde hänge sich, wenn es als Knallgold nieder-geschlagen werde, ammoniakalischer Salpeter (salpetersaures Ammoniak) an,und dieser verursache die Detonation. Viele irrige Ansichten wurden hier-über noch aufgestellt. So behauptete Juncker in seinem Eanspectus Llie-m!se (1730), die Detonation des Knallgoldes beruhe auf dem plötzlich aus-

') ölenstruum sine strepitu hieß damals eine wässerige Lösung von Alaun, Sal-peter und Kochsalz, weil sie das Gold ohne so heftige Einwirkung, wie diedes Königswassers ist, auflöst.