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Ansichten.
Zerlegung du
n ischen KörperBestandtheile.
Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
zu verstehen, und nicht richtiger waren. Einfach in ihrem Fundamentalsatzund unzureichend in den Anwendungen war van Helmont'sLehre, alle orga-nischen Substanzen bestehen aus Wasser, welches sich in alle andere Körper,die sich aus jenen Substanzen ziehen lassen, verwandeln könne (vergl. Theil I,Seite 420 und Theil II, Seite 273). Wenn er aber auch annahm, ausWasser bilden sich alle organischen Körper, so scheint er doch auch geglaubtzu haben, in den schon gebildeten derartigen Körpern seien andere nähereBestandtheile, vielleicht Wasser in umgeänderter Form, enthalten. DemVorurtheil seiner Vorgänger, daß die Bestandtheile durch die Einwirkungder Hitze isolirt werden, sich anschließend meinte er z. B., die Eichenkohle,welche bei dem Verbrennen ein Gas und Asche liefert, bestehe aus diesemGas und aus Asche, und er suchte sogar das Verhältniß dieser näheren Be-standtheile quantitativ zu ermitteln (vergl. Theil >ll, Seite 280).
, Die Unrichtigkeit der 'Ansicht, das Feuer zerlege jeden organischen Kör-per in seine Bestandtheile, wurde besonders durch Boyle, in dessen Ll>e-'mists scepticns (1661), dargethan; er zeigte hauptsächlich, daß das Feuerauf diese Körper anders bei Luftzutritt, als bei abgeschlossener Luft wirkt,und daß auf diese Art sich verschiedenartige Products erhalten lassen, welcheauf den Namen des mercurialischen oder schwefligen Princips Anspruchmachen könnten, und von denen keines diese Bezeichnung wirklich verdient.
Die Erkenntniß dieser Wahrheit drang allmälig durch. L. Lemcrymachte in den Abhandlungen der Pariser Akademie für 1719 darauf auf-merksam, daß die Warme die organischen Körper mehr verändere, als zer-lege, und aus heilsamen und aus giftigen Pflanzen ganz dieselben Sub-stanzen hervorbringe; in den animalischen Stoffen sei Säure enthalten,aber die Zerlegung durch das Feuer zeige dieselbe nicht an. Er rieth, dieorganischen Körper mittelst Auflösungsmittel zu zerlegen, und erst diese ge-wonnenen gleichartigen Substanzen werde man mit Nutzen der chemischenAnalyse (durch das Feuer) unterweisen können. In den zwei folgendenJahren veröffentlichte er noch mehrere Abhandlungen, worin er diese Ansichtweiter ausführte. Während früher die Untersuchung der organischen Stoffenur in dem Versuche, eine Art Elementaranalyse der ganzen Pflanzen oderThiere anzustellen, bestanden hatte, suchte man jetzt, die schon vor der Zer-legung in diesen Körpern fertig gebildeten Bestandtheile abzuscheiden.
Diese Art analytischer Untersuchung war für die Vegetabilien schon