Band 
Vierter Theil.
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Ausbildung der organischen Chemie im Allgemeinen. 247

durch die Bestrebungen mehrerer Jatrochemiker vorbereitet worden; Pa-z,-c,gung d,r M-racelsus war bereits bemüht gewesen, aus den Pflanzen die arzneilich be-sonders wirksamen Bestandtheile, oder die Quintessenz, auszuziehen, Lache-">us hatte vielfach über die Gewinnung des wesentlichen Salzes aus Ge-wächsen gearbeitet. Diesen Versuchen, aus einer Pflanze einen Bestandtheildarzustellen, folgten nun im Anfange des 18. Jahrhunderts andere, mitdem Zweck, eine Pflanze in alle ihre näheren Bestandtheile zu zerlegen.

Von den Chemikern des 18. Jahrhunderts wird namentlich Boerhaveals derjenige genannt, welcher dazu anregte, nach der letzteren Art an derZerlegung der Pflanzen zu arbeiten. Als nähere Bestandtheile, die man inden Vegetabilien gefunden habe, werden von ihm in seinen kleinem,!« Llle-miae (1732) folgende Substanzen genannt: 8/>!r!tu« Hectnr (das Aroma) ;oleum princep« lins»« Spiritus vers seile«; sal sciilu«; «al neuter; «alolcsliiniz lixus vel volstil!«; oleum «all mistum «sporn« in inknlum; inäe-lluv ortu« «necn« «sponsceu«; olenin tenacissiine terrse inlissren«,

"ogue inrle temere «epsrsnllum; terr» «lenigne sineera lirma 1>ss!soninium; «nnt tiaee, guse produxit cle plant!«, nstenllitgue, «ans Lliemia.

Die Zahl der Pflanzenbestandtheile, welche man bei der Analyse als nähereunterschied, vergrößerte sich bald; 1797 betrachteten Deyeux und Vau-uelin als solche den Extraktivstoff, den Schleim oder das Gummi, denZucker, das wesentliche Salz oder die Saure, das fette oder fixe Oel, dasflüchtige oder wesentliche Oel, den Kampher, das Harz, den Balsam, dasGummiharz, das elastische Gummi oder Harz, das Stärkemehl, den Kleber,

^s Holz oder den fibrösen Bestandtheil und den Gerbestoff. Wie diespäteren Entdeckungen die Zahl solcher Bestandtheile noch größer werden lie-ßen, ist bekannt.

Wir haben indeß hier weniger die Ansichten über die näheren Bestand-theile der Pflanzen, als diejenigen über die Elementacconstitution der orga-nischen Stoffe überhaupt zu untersuchen. In letzterer Beziehung finden sichziemlich bestimmte Begriffe bei den Begründern und Anhängern des phlo-tzistischen Systems; um sie kennen zu lernen, müssen wir in das 17. Jahr-hundert zurückgehen.

Becher, welcher die alteren Annahmen eines mercurialischen, einesschwefligen und eines salzigen Elements in seiner Lehre von drei Elementar-erden, der mercurialischen, der brennbaren und der glasartigen, reproducirte,

Ansichten derPl, logistiker