Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie,dabei bildet. Von der Annahme ausgehend, es entstehe bei der Ver-

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er»»,. brennung nur Wasser und Kohlensäure, und das Gewicht der verbranntenSubstanz und des verzehrten Sauerstoffs zusammengenommen müsse demGewicht der gebildeten Kohlensaure und des gebildeten Wassers zusammen-genommen gleich sein, ermittelte er, wie viel Wasser sich bildete, indemer das Gewicht der erzeugten Kohlensaure von der Summe der Gewichteder verbrannten Substanz und des verzehrten Sauerstoffs abzog. Aus denso gefundenen Quantitäten Wasser und Kohlensäure berechnete er dann denGehalt der verbrannten Substanz an Wasserstoff und Kohlenstoff.

Dies Verfahren schlug er zuerst ein bei seiner (1784 in den PariserMemoiren für 1781 veröffentlichten) Untersuchung über die Entstehung derKohlensäure. Er ging hier von folgenden Annahmen aus, denen ich die

jetzt für richtig gehaltenen Zahlen beisetze *). Bei 28" Barometerstand und10" R. wiege

1 Cubikzoll Sauerstoff 0,47317 Gran (richtiger 0,5152)

1 » Wasserstoff 0,03745 » ( » 0,0329)

1 » Kohlensäure 0,6950 » ( » 0,7083)

100 Theile Wasser enthalten 13,1 (richtiger 11,1) Procente Wasserstoff.

Auf diese Annahmen gestützt suchte nun Lavoisier in der angeführtenAbhandlung die Zusammensetzung der Kohlensäure, die von vegetabilischerKohle und von Wachs (welche Körper er als nur aus Kohlenstoff undWasserstoff zusammengesetzt betrachtete) zu ermitteln. In eine mit Queck-silber gesperrte und mit Sauerstoff gefüllte Glocke wurde eine gewogeneKapsel mit Kohlen oder ein gewogenes Wachslicht gebracht, und diese Kör-per mittelst etwas Zunder und Phosphor, die daran befestigt waren, durchein heißes gekrümmtes Eisen, mit welchem man durch das Quecksilber unterdie Glocke fahren konnte, entzündet. Bestimmt wurden bei jedem Versuchedie anfänglich angewandte Menge Sauerstoff, die Quantität des verbrann-ten Körpers (durch Wägung der Kapsel mit Kohlen oder des Wachslichtesnach der Verbrennung), das Volum der Luft unter der Glocke nach derVerbrennung, die Quantität Kohlensäure, die sich gebildet hatte (durch dieVolumsverringerung auf Zusatz von kaustischem Alkali) und die Quantität

*) Ein Pariser Cubikzoll entspricht 19,84 Cubikcentimetern. Das von Lav vi-sier in diesen Arbeiten gebrauchte Gewicht ist das alte französische Mark-gewicht, in welchem 1 Pfund — 16 Unzen, 1 Unze — 8 Drachmen (gros),1 Drachme — 72 Gran (grsins) ist; 18,83 grsins find — 1 Gramm.