Ausbildung der organischen Chemie im Allgemeinen. 249
Holz, möglichst rectisicictem Weingeist u, a. hatte van Helmont gleich-salls schon bemerkt; die bei der Verbrennung von Weingeist sich zeigendeWasserbildung, welche auch Glaub er gekannt zu haben scheint, war spater Endung,n.durch Boyle in seinen 6onsi3erat,'ons snä Experiments toucbinA tbeoriAia ok ^nslities snck forms (1064) bestätigt worden; E I. Geoffroyhatte ihrer 1718 in den Pariser Memoiren und Stahl in seinen kxpe-rimentis, observotioniOns et animsclversionitnis 666 (1731) erwähnt;
Äuncker hatte in seinem 6onspect»s 60em!<ie (1730) bereits angegeben,wan könne diese Bildung von Wasser besonders dann wahrnehmen, wennwan den Weingeist in einer tubulirten Retorte verbrenne, so daß sich derentstehende Dunst nach der Vorlage hinziehe; Boerhave hatte in seinend-Iementis cbemiae (1732) über diesen Gegenstand weitläufig gehandelt(vergl. Theil I>>, Seite 274). Scheele gab in seiner Abhandlung vonLust und Feuer (1777) an, die Oele liefern bei der Verbrennung Kohlen-säure und Wasser, und er schloß, daß diese Substanzen nebst dem Phlogistondie Elementarbestandtheile der Oele seien.
Nachdem Lavoisier von 1775 an nachgewiesen hatte, daß die Koh-lensäure aus Kohle und Sauerstoff bestehe, und Cavendish's Entdeckung,daß das Verbrennungsproduct des Wasserstoffs Wasser sei, dem Ersteren 1783bekannt geworden und von ihm bestätigt worden war, folgerte dieser noch4783, in seiner (1784 in den Schriften der Pariser Akademie für 1781publicirten) Arbeit über die Zerlegung des Wassers, der Weingeist müsseKohlenstoff und Wasserstoff als Bestandtheile enthalten, da er bei der Ver-brennung Kohlensäure und Wasser liefere. Zugleich gab er damals an, '
16 Unzen (höchst rectificirten) Weingeistes geben bei der Verbrennung 18^
Unzen Wasser.
Von nun an beschäftigte sich Lavoisier eifrig mit der Zerlegung von o.u»n,organischen Substanzen. Diese ersten Versuche in der Elementaranalyse der^°-g,<°"ttch>^organischen Verbindungen haben ein um so größeres Interesse, da sie in dernächsten Zeit nach Lavoisier fast ganz vernachlässigt wurden; ich will hierAlles zusammenstellen, was mir aus den Abhandlungen dieses Gelehrtenfür diesen Gegenstand Wichtigkeit zu haben scheint.
Lavoisier'sAnalysi'cmethode war fast immer folgende: Er bestimmte, °-«°isj,r>«
. Analysen (17S4 bis
wie viel Sauerstoff bei der Verbrennung einer bestimmten Quantitat orga- u°s>.nischer Substanz verbraucht wird, und außerdem, wie viel Kohlensäure sich