Band 
Vierter Theil.
Seite
276
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Weingeist.

Reinigungs-

276 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

bleibe resolvirt und offen, der Grund aber ist bei dem allen nichts. Denrechten Weg aber ihn zu bekommen, lehre ich dich am Ende meiner Hand-griffe.« Hier (in der »Offenbarung der verborgenen Handgriffe«) schreibter vor: »Es wird ein guter alter rheinischer Wein genommen, und nachGebrauch ein guter starker gebrannter Wein in vesics davon gemacht.Dieser Brantewein wird in ein Glaß gethan, muß eine Phiol seyn, erstlichdie püle^msts sepsrirt und rectiücirt, und wird allerwege in der Phioletwas übrig gelassen, so man hernach besonders rectiücirt und zum gemei-nen extrailiren gebrauchen kann. Die Probe dessen ist: Es wird das AgioVitse ein wenig in ein verglasurt Scherblein gethan und angesteckt, brenneter gar aus, so ist er gut und just, bleibet aber s^uositss ia üuuclo, so mußer noch eins oder zwey in einer hohen Phiol übergetrieben und etwas inkunäo der Phiol gelassen werden, die Fugen müssen allezeit sehr feste ver-wahret sein, damit die flüchtigen «piriws vini nicht »erriechen. Wenn nundies sczua vitse alle destillirt und wohl rectiücirt ist (hüte dich, daß du inwahrender Listillstion mit einem Licht nicht zu nahe kommst und Schadennehmest), so thut man in eine andere Phiol auf ein Maaß dieses prseps-rirten sgua vitse 1 Viertheils Pfund wohl «ulilimirten *) Tsrtsri, und mußdie Phiol halb darmit angefüllt werden, setze einen geraumen slcmüicumdarauf, eine ziemliche Vorlage dafür, alles wohl vermacht, und in L.(üslneo iälsrise, Wasserbad) »gar sachte von wegen der flüchtigen Geisterausgetrieben, und zuletzt in luirsto gar wenig etwas des »gus vitse auf denilsrtsruin gelassen.« Dieser so verstärkte Weingeist soll nun auf einmalrectisicirt werden, mittelst eines undeutlich beschriebenen Apparates, wo einTheil des zu destillirenden zugleich das Brennmaterial zur Erhitzung desGanzen abgeben soll. Basilius spricht auch einmal (in dem 5. Buchedes letzten Testaments) von der Destillation des Weingeistes über frisch ge-brannten Kalk, aber bei dieser Operation wird seiner Meinung nach nichtder Weingeist, sondern der Kalk feuriger und starker. — Die Entwässerung

*) Offenbar irrthümlich hat hier die mir vorliegende Ausgabe: sublimiiten,statt: cslcinirten. Daß calcinirter Weinstein angewandt werden soll, ergiebtsich aus vielen anderen Stellen des Basilius. So sagt er in dem st.Bucheseines letzten Testaments (der »von der übernatürlichen hochtheuren Wunder-Arznei« handelt): »Mache aus gutem Wein einen spiritum vini, den clariliciremit weiß cslcimrtem Isrtaro, wie gebräuchlich, aufs höchste«. Vergl. auch dieunten bei »Benennung des Weingeistes« angeführte Stelle.