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Weingeist und die verschiedenen Aetherarten.
des Weingeistes durch Salze oder Kalk wurde indeß nicht so häufig aus-geübt, als die Rectisication bei sehr gelinder Warme; um die übergehendenDampfe möglichst zu verdichten, wurden die Kühlröhren sehr lang gemacht,und in der seltsamsten Weise gekrümmt und gebogen. Außerdem suchte manfrüher aus einer geistigen Flüssigkeit noch besonders dadurch gleich bei derersten Destillation einen stärkeren Weingeist zu erhalten, daß man ein De-stillirgefaß nahm, dessen Helm recht hoch über dem weiteren Theile (derf8lase) befindlich war. Michael Savvnarola aus Padua, welcher inder ersten Halste des 15. Jahrhunderts lebte, erzählt in seiner (1532 zuerstgedruckten) Schrift cle arte conlicieiicli aguam vitae «implicem et com-positsm, einer seiner Bekannten habe die Blase im Erdgeschoß und denHelm unter dem Giebel des Hauses angebracht.
Obgleich die Verstärkung des Weingeistes durch kohlensaures Kali seitdem 1Z. Jahrhundert bekannt war, stellte man doch erst spät aus diese Artwasserfreien Weingeist dar. Noch Bergman, in den Anmerkungen zu denUon ihm (1775) herausgegebenen Vorlesungen S cheffer's, sagt, der reinsteWeingeist habe 0,820 spec. Gew. (dieser enthält noch ungefähr 10 Ge-wichtsprocente Master), und andere Angaben aus jener Zeit legen dem rei-Uen Weingeist eine noch größere Dichtigkeit bei. Wasserfreien Alkohol stellte ,
Zuerst Lowitz mittelst frisch geglühten kohlensauren Kali's 1796 dar; dieAnwendung von geschmolzenem Chlorcalcium zu diesem Zwecke lehrte Rich-ter m demselben Jahre.
Um die Stärke des Weingeistes zu untersuchen, hatte man schon frühe P-n^ng^m,-Mehrere Proben ersonnen. Raymundus Lullus hielt den Weingeistdann für rein, wenn ein mit demselben benetztes Tuch nach dem Anzündenwit verbrennt (vergl. die oben, Seite 275, angeführte Stelle). DerselbenProbe bediente sich Richardus Ortholanus, welcher zu Paris derAlchemie oblag, und dessen Oractics ^Iclivmise als Datum der Ab-fassung die Jahreszahl 1358 trägt; dieser sagt hier, wenn das Tuch nichtum verbrenne, so werde dies durch das Phlegma des Weingeistes verursacht.
Auch spater wurde diese Prüsungsmethode noch oft angewandt; nach dembekanntwerden des Schießpulvers nahm man gewöhnlich dieses an die Stelleeines leinenen Tuches, und die Pulverprobe war noch im vorigen Jahr-hundert in häufigem Gebrauch. — BasiliusValentinus betrachtete^s Kennzeichen eines reinen Weingeistes, daß derselbe bei dem Abbrennen