Band 
Vierter Theil.
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Weingeist und die verschiedenen Aetherarten.

iu dem Destillat Alkali gesetzt, wo der Aether oben aufschwimme. Fro-benius selbst that Alles, was er konnte, um die Bereitungsmethode desBethers geheim zu halten, aus dessen Verkäufer und Hanckwitz ein Ge-werbe machten; so schickte er 1730 vier Fläschchen davon an St. F. Gros-se vy, und legte ein kurzes Manuscript bei, worin er die Eigenschaften des"euen Körpers rühmte, und wo er am Schluß über die Bereitung desselbensagte: s?arztur ex ssie volstili nrinoso, piantsriim piiloAisto, acetv valiiesummam lermeotatioiiem cunctis suOtilissiine resollwis etunitis. — Als Frobenius der Londoner Society seine erste Mit-theilung (1730) über den Aether gemacht hatte, war von ihm auch eineBeschreibung seines Darstellungsverfahrens beigelegt worden, die man aberseinem Verlangen gemäß nicht publicirte; es geschah dies nach seinem TodeIN den kbilosopkical Iranssctions für 1741 durch Cromwell Mar-inier. Zu jener Zeit stellte Frobenius den Aether dar, indem er gleicheTheile Vitriolöl und höchstrectificirten Weingeist allmälig in einer gläsernenNetorte mischte, und bei gelinder Warme (wahrend dreier Tage) überdestil-ürte. Das Destillat sollte so oft wieder zurückgegoffen und auf's Neuedestillirt werden, bis die Flüssigkeit in der Vorlage in zwei Schichten getheilterscheine. So weit, sagte er, sei der Proceß auch Newton bekannt ge-wesen. Im Jahre 1740 legte er bei der Societät noch zwei Vorschrifteniur Bereitung des Aethers nieder. Nach der zuletzt übergebenen sollengleiche Gewichte Vitriolöl und Alkohol gemischt und so langsam destillirtwerden, daß man zwischen je zwei fallenden Tropfen des Destillates 5 oder6 zahlen könne. Die Vorlage müsse gewechselt werden, so bald sich der demMajoran ähnliche Geruch in einen sauren verwandle. Wenn der Aetherübergegangen, und die Retorte erkaltet sei, so könne man zu dem Rückständedie Halste des ursprünglich angewandten Weingeistes zusetzen, und wiederdestilliren, und damit so lange fortfahren, als man noch Aether erhalte,und bis der Rückstand in der Retorte ganz zu Kohle geworden sei. Demabgeschiedenen Aether solle man flüchtiges Laugensalz zusetzen, bis kein Auf-brausen mehr erfolge, und dann im Wasserbade rectificiren.

Zu der Zeit, wo diese letztere Veröffentlichung Statt hatte, war übrigensdie Bereitung des Aethers schon ziemlich allgemein bekannt. Bald nach demErscheinen der ersten Aufsätze von Frobenius und Hanckwitz (1730) be-schäftigten sich damit in Deutschland Stahl (in seinen Lxxerimeotis, olzser-Vatiooiljus et snimackversionibus LEO, 1731), Fr.Hoffmann (in einer

^ Äeihek.

feiner Darstellungmittelst Schwefel-