Band 
Vierter Theil.
Seite
310
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SssigHth-r.

310 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

cordiale nicht ist". Pott (Dissertatio <ie »qiäo sslis vinoso; 1739)wandte, um versüßten Salzgeist zu erhalten, Antimon- oder Arsenchloridan. Vielen Chemikern mißglückte indeß die Darstellung des Aethylchloridsim isolirten Zustande, so daß Macquer in seinen Siemens <ie OK/miepratigue (1751) bezweifelte, daß jemals eine wahre Salznaphtha dargestelltworden sei. G. F. Novelle entdeckte 1759, daß bei der Destillation vonZinnchlorid mit Weingeist Wasser aus dem Destillat einen leichten Aetherabscheidet; diese Darstellungsmethode wurde durch den Marquis vonCour-tenveaux bekannt gemacht, der auch zu jener Zeit oft als der Entdeckerderselben genannt wurde. Spater wurde von noch mehreren Chlormetallenbekannt, daß sie bei der Destillation mit Weingeist Salzäther bilden, abernoch 1763 bezweifelte Wallerius (in seiner Dissertstio <Io äulciücstioneacickorurn) die Darstellung wahrer Salznaphtha, ebenso mehrere andereChemiker (Westrumb bis 1797). — Wie schon der Erfurter ProfessorLudolf in seiner »in der Medicin siegenden Chymie» (1749) mit gar kei-nem, und Baume in seiner Dissertation sur I'etder mit sehr geringemErfolg versucht hatten, ließ Woulfe (kbilosopkicsl 'Iranssctioos für 1767)gasförmige Salzsäure auf Weingeist einwirken, und schied aus der über-destillirendcn und mit Kalk rectisicirten Flüssigkeit Salzather. Nach dieserMethode das in Rede stehende Präparat sicher zu bereiten, lehrte besondersder Apotheker Basse in Hameln, nach welchem es auch öfter als Basse'-scher Salzäther benannt wurde. — Daß sich aus dem Destillat von einerMischung aus Schwefelsaure und Weingeist mit Kochsalz auf Zusatz von Kalkein Aether absondere, hatte schon Ludolf am angeführten Orte angezeigt.

Das Chloräthyl unterschied man als leichten Salzäther von dem schwe-ren Salzäther oder dem schweren Salzöl, auf dessen Bildung bei der Destil-lation von Kochsalz, Braunstein, Vitriolöl und Weingeist 1782 Westrumb(in Crell's Neuesten Entdeckungen in der Chemie) und Scheele (in denAbhandlungen der Stockholmer Akademie) aufmerksam machten.

Den Essigäther entdeckte der Graf von Lauraguais; die Bereitungdieses Präparates wurde 1759 in den Schriften der Pariser Akademie ver-öffentlicht. Starke (durch Erhitzen von essigsaurem Kupfer erhaltene) Saurebilde bei der Destillation mit Weingeist diesen Aether. Diese Angabe wurdevon Einigen bestätigt, von Anderen bestritten; Scheele leugnete 1782 inden Schriften der Stockholmer Akademie, daß Essigsaure für sich mit