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Organische Säuren.
als destiUirten Essig zu erhalten, gelang erst den Alchemisten. Geber, sss,g,äur,.^ 8. Jahrhundert, lehrt die Reinigung des Essigs auf diese Art in seiner"" °->uÄ-ir-n.'Schrift <Ie investiA.itione uisAisterü. Er sagt: ^ceti acerrimi, r,i-luscungue Feuers, subtlliantur et ckepursntur, et illoruin virtus siveE^stetus pur ckistillstionein melioratur; nach ihm können durch die Destil-lation die überschüssige Feuchtigkeit und die erdigen Verunreinigungen abge-schieden werden. Auch Alzaharavius oder Albucases, um 1100,schrieb diese Reinigung des Essigs vor; seine Schrift 8ervitor enthalt eineVorschrift Mikcsniii acetum, wie sich die lateinische Übersetzung ausdrückt;
^ wird der Rath gegeben, bei schwachem Feuer zu destilliren, weil sonst dasDestille nicht weiß ausfalle. Basilius Valentinus, im 15.Jahrhundert,
Nutzte, daß bei der Destillation des Essigs im Anfang schwächere, spaterstärkere Saure übergeht, und er stellte das Verhalten des Essigs in dieserBeziehung dem des Weingeistes gegenüber; in seinem Tractat »vorn großenStein der uralten Weisen-, sagt er: »In seiner» (des Weingeistes) »Distil-lation gehet der Geist am ersten, und die Phlegma zuletzt; sobald er aberdurch langwierige Warme zu Essig gemacht wird, ist sein Geist nicht mehrs° flüchtig wie zuvor, denn in Distillirung des Essigs gehet das Wasser"der expEitst am ersten, und der Spiritus am letzten». Wahrscheinlichkannte auch Basilius schon die stärkere, aber unreine Säure, welchedurch Destillation von Grünspan erhalten wird, und die er als oleum >i-lrioli bezeichnet, wie auch der krystallisirte Grünspan bei ihm ein Vitriol3"Nannt wird; er sagt in seinem Tractat »von den natürlichen und über-Natürlichen Dingen»: »Nimm das rechte oleum vitrioli, so aus dem Vi-triol des Grünspans gemacht». (Umgekehrt heißt auch bei den Alchemistendas Vitriolöl manchmal der philosophische Essig.) Aus diese Gewinnungvon starkem Essig machte spater wieder Tachenius in seinem 11,'ppoerstes' l>)micus (1666) aufmerksam, welcher das so erhaltene Präparat für vanHelmont's Alkahest (vergl. Theil II, Seite 241 ff.) hielt. Es wurde alsSpiritus Veneris (espe'it >Ie Venus in N. Lemery's Enurs ,Ie cbvmie,
^675), Kupfecspiritus, aeetui» i-»6icatun> oder rgiiicole (acetum rallicstumkonnrit schon in Libavius' ^lel^mis, 1595, vor, bedeutet aber hier, und"och bei späteren Schriftstellern, den Körper, welcher aus dem Rückstände vonder Destillation des rohen Essigs durch starke Hitze auszukleiden sei), Radi-calessig bezeichnet. Bessere Methoden, starken Essig darzustellen, lehrteStahl, und zwar in seinen Observationibus ei, e,u!co->ll,;sie»-»,e<Iic!s