Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

(1697), schwachen Essig gefrieren zu lassen und die flüssig bleibende stär-

kere Saure von dem Eis zu trennen, und in seinem 8pecimcn Lecke-risnnm (1702), Alkali mit Essig zu neutralisiren, abzudampfen, und mitSchwefelsäure zu destilliren (acetum, .<7 «sie slcaii ssturetrir, sgnositstisKons psrs polior lenitec sxkgisce permütaiur, tsndem «piriin« ant olevinvitriok instiiletur, reAeneistiir scetum, sortikcatum 8eu concentrgtrim);die letztere Vorschrift gab er auch in seiner »ausführlichen Betrachtung vonden Salzen-- (1723), und er fügte hier hinzu, man könne so auch aus demBleizucker durch Vitriolöl die Essigsaure scheiden. Er erwähnte hier auch derEntzündbarkeit des durch starke Hitze aus den Grünspankrystallen ausgetrie-benen Essigs. (Früher war immer behauptet worden, der Essig unterscheidesich von dem Weingeist durch seine Unentzündlichkeit; nur Vigani hatte ^

in seiner Neärilis Ckemiae s1658) angegeben, die bei der Destillation vonEssig zuerst übergehende Flüssigkeit sei brennbar, in Beziehung aus welcheAngabe Boerhave in seinen Llemeni^ CKemise, 1732, zeigte, daß dieseErscheinung nur bei ganz frischem, nicht ausgegohrenem Essig statthabe,sofern dieser noch etwas Weingeist enthalte.) Auf dasselbe machte der GrafvonLauraguais 1759 aufmerksam, und fand außerdem, daß der rechtconcentrirte Kupferspiritus krystallisiren könne, was der Marquis vonEourtenvaux 1768 bestätigte. Durande, welcher an der Bearbeitungdes von Morveau 1777 herausgegebenen Lehrbuchs der Chemie (vergl.Theil 1, Seite 323 ff.) Theil hatte, wollte darin den festen Essig als vi-naiAre tzlscigl bezeichnet haben; davon stammt die jetzt noch immer gebräuch-liche Benennung Eisessig. Westendorf schlug in seiner vixsertatio 3e

optims scetuin coiicentratum-conkciencii rstione (1772) vor,

die Essigsäure an Natron, statt des von Stahl angewandten Kali's, zu* binden und mit Schwefelsäure auszurreiben; der so dargestellte starke Essigwurde oft als Westendorf'scher bezeichnet. Lowitz entdeckte endlich 1789,daß wässerige, aber reine, Essigsäure, wiederholt über Kohlenpulver abgezogen,so stark wird, daß sie in der Kälte krystallisirt (er nannte sie dann eisar-tige Essigsäure), und theilte sein Verfahren 1790 umständlicher mit; er be-merkte noch, daß auch die reinste Essigsäure entzündlich sei.sn.st-hung b-i d>- Ich weiß nicht anzugeben, wann man zuerst auf die bei der trocknen',7°n"°"g?nisch"( Destillation von vegetabilischen Substanzen sich bildende Säure geachtet hat.

Glaub er spricht davon in seinen Lurais novi« pkiiosopklcis (1648),abbr in einer Weise, die glauben machen muß, der Holzessig sei schon